Projekt „Queerpass“ von FLUSS e.V. Freiburg

Du willst Dich als Aktiver oder Jugentrainer in Deinem Verein
für ein diskriminierungsfreies
Umfeld einsetzen?

Dann könnte das Projekt „Queerpass“ von FLUSS e.V. aus Freiburg „zur Sensibilisierung & Aufklärung zu Themen der geschlechtlichen und sexuellen Orientierung im Jugendfußball“ (und anderen Sportarten) die richtige Initialzündung oder ein wichtiger Baustein sein. Nach dem Prinzip „Train the Trainer“ bietet das Team von FLUSS e.V. von Oktober 2017 bis Mai 2018 kostenfreie Workshops für die Trainer_innen-Weiterbildung und auch für alle interessierten Organisationen und Vereine an. Das Projekt wird bis Mai 2018 vom Ministerium für Soziales & Integration Baden-Württemberg gefördert.

Wir würden uns sehr freuen, wenn dieses Projekt und die Arbeit dieses tollen Teams nicht nur in Freiburg sondern auch überregional Euer Interesse weckt und Verbreitung findet. Wenn Ihr an einer Durchführung eines Workshop im Sportverein oder in der Sportgruppe interessiert seid, dann meldet Euch bitte bei mail@fluss-freiburg.de.

Weitere Infos gibt es auf dem Flyer Queerpass (pdf, 4,7 MB).

FLUSS e.V. ist ein seit 1996 bestehender eingetragener Verein, der in Freiburg und überregional Bildungs-, Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu den Themen Geschlechterrollen, Homosexualität, Bisexualität, Asexualität, Intersexualität, Transsexualität, Transgender, queere Lebensweisen sowie zu Diskriminierung anbietet. „Durch unsere Arbeit setzen wir uns seit vielen Jahren für Akzeptanz und gleiche Rechte für Menschen verschiedener geschlechtlicher und sexueller Orientierungen und Identitäten ein. Wir bieten Veranstaltungen für Jugendliche (z.B. Schulbesuche), Fortbildungen für Multiplikator_innen (z.B. Lehrkräfte), öffentliche Veranstaltungen und Infostände sowie Einzelberatung bzw. –unterstützung an.“ Der Verein wird von der Stadt Freiburg finanziell gefördert als Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit. 

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Trauungen für Lesben und Schwule? – Leider nicht in der Landeskirche Württemberg

Pressemeldung, 29. November 2017

Landessynode lehnt Anträge zur Öffnung der Traugottesdienste und zur Einführung von Segnungen ab

Die 15. Württembergische Evangelische Landessynode in Stuttgart hatte bereits gestern den Antrag der „OFFENEN KIRCHE – Evangelische Vereinigung in Württemberg“ zur Öffnung der Traugottesdienste für Lesben und Schwule mehrheitlich abgelehnt. Auch der Kompromiss-Antrag des Oberkirchenrates, der Segnungen vorsah, scheiterte heute an der Zweidrittelmehrheit.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg ist enttäuscht darüber, dass die Württembergische Landeskirche während der Synode nicht ihre Chance genutzt hat, um deutlich zu machen, dass sich Religion und Akzeptanz von Lesben und Schwulen nicht ausschließen müssen.

„Das Votum zeigt, dass die evangelikalen Kräfte in der Landeskirche Württemberg immer noch die Oberhand haben und sich auch weiter einem modernen Protestantismus verweigern. Gelebte Homosexualität gilt in vielen Gemeinden nach wie vor als Sünde“, kommentiert Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg das Ergebnis der Abstimmung.

Mit dem abgelehnten Antrag fällt die Landeskirche auch deutschlandweit zurück. Während die kirchliche Trauung von Schwulen und Lesben, bereits heute im Rheinland, in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und in Baden möglich ist, verwehrt die Synode gleichgeschlechtlichen Paaren weiter Anerkennung und Wertschätzung ihrer Partnerschaften.

„Es ist zu hoffen, dass die fortschrittlich denkenden Mitglieder der Landeskirche Württemberg und die OFFENE KIRCHE – Evangelische Vereinigung in Württemberg weiter für die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in der Landeskirche kämpfen werden“, betont Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand.

Zur pdf Version der Pressemeldung (ca. 150 kB)

Pressekontakt
Brigitte Aichele-Frölich (Landesvorstand LSVD Baden-Württemberg)
Email: brigitte.aichele-froelich@lsvd.de / Mobilfunk: 01577 469 78 78

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LSVD fordert Landessynode Württemberg auf, Traugottesdienste für Lesben und Schwule zu öffnen

Pressemeldung, 27. November 2017

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) unterstützt Forderung der „Offenen Kirche“ Württemberg
 
Dürfen gleichgeschlechtliche Paare auch einen Traugottesdienst bekommen? Diese Diskussion wird auf der 15. Württembergischen Evangelischen Landessynode in
Stuttgart geführt. Denn die „OFFENE KIRCHE – Evangelische Vereinigung in Württemberg“ hat einen entsprechenden Änderungsantrag zur Öffnung der Traugottesdienste eingebracht, der am 28. November entschieden werden soll.
 
„Die Delegierten der Landessynode sollten ihre Chance nutzen, um die Diskriminierung und Ausgrenzung von Lesben und Schwulen in der Landeskirche zu beenden. Kirchen müssen besonders jetzt für Zusammenhalt werben und deutlich machen, dass sich Religion und Akzeptanz von Lesben und Schwulen nicht ausschließen müssen.“, betont
Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg.
 
 
Pressekontakt
Brigitte Aichele-Frölich (Landesvorstand LSVD Baden-Württemberg)
Email: brigitte.aichele-froelich@lsvd.de / Mobilfunk: 01577 469 78 78
 
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Petition: Trauung für Alle

Link

Herbsttagung stellt Weichen für die Zukunft der evang. Kirche

Die Synode der Landeskirche Baden-Württemberg plant bei ihrer Herbsttagung in Stuttgart über die Trauung für Alle abzustimmen. Damit werden Weichen für die Zukunft gestellt. Das haben auch Theologiestudenten erkannt: In einer Onlinepetition rufen Sie dazu auf, sich für die Trauung für Alle auszuprechen. 

Im Postitionspapier zur Petition „Bunt fürs Leben“ plädiert die Intitative für Gleichberechtigung und blicken auch auf die eigene Zukunft als Pfarrleute in der evangelischen Kirche: „Für uns, als ursprüngliche Initiative von Theologiestudierenden, hat die Entscheidung der Synode Konsequenzen für unsere zukünftige Berufsausübung, für Kirchenrecht und Gewissensfragen“, heißt es im Vorwort zur Abstimmung.

 

Wer oder was ist die Landessynode?

Die Landessynode ist die gesetzgebende Versammlung der Kirchenleitung. Sie kommt in der Regel dreimal pro Jahr zur Sitzung zusammen. Zu ihren Aufgaben gehört neben der Wahl des Landesbischofs auch die kirchliche Gesetzgebung. Sie beschließt beispielsweise den landeskirchlichen Haushaltsplan und regelt die Verwendung der Kirchensteuergelder.

Tagung „Flüchten um anzukommen“ vom 15.12. – 17.12.2017 in Bad Boll

Einladung zur Tagung „Flüchten um anzukommen – Perspektiven lesbischer Frauen und transidenter Lesben in Bad Boll

veranstaltet von der Evanglischen Akademie Bad Boll in Kooperation mit dem LSVD Baden-Württemberg, dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg sowie dem Diakonischen Werk der evangelischen Kirche in Württemberg.

Link zum Programmflyer (pdf)Viele Lesben und transsexuelle Frauen leben mit Fluchterfahrungen und wünschen sich eine sichere Umgebung. Wie können LSBTTIQ-Menschen bei uns ankommen, die aus Ländern geflohen sind, in denen auf Homosexualität die Todesstrafe steht? Wie nehmen wir sie in Empfang? Welche Unterstützung benötigen transsexuelle Frauen, die in eine neue Identität aufgebrochen sind? Wir wollen Gemeinsames in Verschiedenheit entdecken, um durch Begegnungen und Gespräche in gegenseitigem Respekt offenes und vielfältiges Zusammenleben in unserer pluralen Gesellschaft gestalten zu können.

In verschiedenen Workshops erhalten Sie das nötige Empowerment, damit Sie den gesellschaftlichen Wandlungsprozess aktiv und selbstbewusst gestalten können. Sie haben die Chance sich zu vernetzen und über gelingende Integrationsstrategien auszutauschen, um eigene LSBTTIQ-Projekte profiliert zu verfolgen.

Ausführliche Infos zum Tagungsprogramm und allen Anmeldeinformationen.

 

 

 

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Einladung zum Vernetzungstreffen „Gegensteuern – Rechtspopulismus und Gleichstellungsgegner*innen die Stirn bieten“ am 9.12.2017

In jahrzehntelangen Kämpfen konnten wesentliche Fortschritte bei der rechtlichen Anerkennung und gesellschaftlichen Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBTTIQ) erreicht werden. Diese positive Entwicklung ist jedoch brüchig geworden. Mit diffamierenden Kampfbegriffen und faktenfreien Kampagnen machen Gleichstellungsgegner*innen flankiert von religiös-fundamentalistischen Gruppen und völkischen Initiativen Stimmung gegen die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in unserer Gesellschaft. Mit ihren Angriffen und Diffamierungen wollen sie einschüchtern und auch LSBTTIQ aus der gesellschaftlichen Sichtbarkeit drängen. Was kann dieser Entwicklung entgegengesetzt werden und welche Rolle spielen Religion, Rassismus, Islamfeindlichkeit und völkische Ideologien dabei?

Auf einem regionalen Vernetzungstreffen in Mannheim wollen wir Bedarfe identifizieren, gemeinsam Strategien entwickeln und Anforderungen an Politik und Gesellschaft formulieren.

Wann: 9.12.2017, 09:30 – 17:00 Uhr

Wo: Jugendherberge Mannheim, Rheinpromenade 21, 68163 Mannheim

Die Veranstaltung richtet sich an LSBTTIQ-Aktivist*innen und Fachkräfte aus den Bereichen Bildung, Soziale Arbeit, Kultur, Sport, Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit, aus der Jugendarbeit, Familienhilfe, Religionsgemeinschaften und aus migrantischen Organisationen.

Das Programm sowie das Anmeldeformular gibt es hier als Download (pdf, 280 kB).

Ansprechpersonen für das Projekt „Miteinander stärken“ sind Jürgen Rausch , telefonisch erreichbar unter 0221-92596113 und René Mertens, telefonisch erreichbar unter 030-78954778.

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Lesung „Mama, Papa, Kind“ im Merlin Stuttgart am 29.10.2017

Das Kulturzentrum Merlin im Stuttgarter Westen veranstaltet im Oktober eine Lesung mit Jochen König. Er ist Autor und Blogger aus Berlin und schreibt über seine Familie mit seinen beiden Kindern zu denen es drei Mütter gibt (ein Kind mit der ehemaligen Partnerin, das andere hat ein lesbisches Paar als Mütter).

Im Merlin, Augustenstraße 72, 70180 Stuttgart, liest er am 29. Oktober aus seinem Buch „Mama, Papa, Kind?“ ab 11.30 Uhr.

„Ein persönliches und zugleich brisantes Buch, das eines deutlich macht: Es geht um das Wohl der Kinder. Ob in der Kleinfamilie oder der Wohngemeinschaft. In seinen Büchern schreibt Jochen König über seine Familie, über Familien im Allgemeinen, über Geschlechter, über Liebe und Sex, über Nachmittage auf dem Spielplatz, übers Scheitern und über Überforderung, über Väter und über die Aufteilung von Care-Arbeit.“

Bereits um 10 Uhr gibt es ein kleines Frühstück. Während die Großen Jochen König lauschen, können die Kleinen die Sendung mit der Maus schauen. Außerdem: eine Tauschbörse für Kinderbücher und eine Vorlese-Ecke mit den Paten der Leseohren.

Alle weiteren Infos gibt es hier: http://www.merlinstuttgart.de/index.php?id=5&catuid=1

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Bimmelbahn als beste Formation des CSD Stuttgart ausgezeichnet

Die Regenbogenfamilien-Bimmelbahn des LSVD wurde von einer Jury zur besten Formation der Christopher Street Day Parade gewählt. Insgesamt konnte in den Kategorien politische Botschaft, Kreativität und Umsetzung die höchste Punktzahl erreicht werden. Wie auch schon in den letzten Jahren bildete die Bimmelbahn eine Vielzahl an Familienmodellen ab, wie Ulrike Goth aus dem LSVD Baden-Württemberg Vorstand weiß: „Wir freuen ganz besonders über die Vielfalt in den Familien, die unserem Aufruf gefolgt sind. So können wir Regenbogenfamilien für alle sichtbar machen.“ Alle 20 Plätze der Bahn waren ausgebucht. Sowohl Großeltern mit ihren Enkeln*, Alleinerziehende mit Kleinkindern als auch Familien mit Schulkindern nahmen an der zweistündigen Parade teil.

Die Zukunft im Blick

Besonders der Fokus auf die Zukunft der Regenbogen-Community habe die Jury von der Bimmelbahn überzeugt, verriet Christoph Michel vom CSD e.V. bei der Preisverleihung. „Die Botschaft, die wir mit der Bahn verbreiten wollen, ist angekommen. Das bestärkt uns in unserer Arbeit für die Gleichstellung von Regenbogenfamilien“, sagt LSVD-BaWü Vorstandsmitglied Katharina Binder. Seit der ersten Fahrt der Bimmelbahn vor drei Jahren, ist Binder hauptverantwortlich für den LSVD-Auftritt bei der CSD Parade.  Auch die linke Stadträtin Laura Halding-Hoppenheit setzt mit ihrem wiederholten finanziellen Engagement um die Bimmelbahn ein deutliches Zeichen.

Die politische Botschaft steht im Zentrum

Im Vorfeld des Kulturfestivals wurde der Stellenwert der Botschaft, die an Politik und Gesellschaft gesendet wird, angezweifelt. Bei der Verleihung der drei besten Formationen der Parade, betonten die CSD-Verantwortlichen jedoch die Vielfalt eben dieser Botschaften und lobte die 91 teilnehmenden Formationen für ihren Ideenreichtum. Weitere Auszeichnungen gingen an „Bi-in-BW“ und die erstmaligen Teilnehmer* „Sissy that Talk“.

Perpektiv-Wechsel

Das Thema der Stuttgarter CSD-Demonstration lautete 2017 „Perspektiv-Wechsel“. Damit sollte laut CSD e.V. auf die „vollständige rechtliche Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz in der Regenbogen-Community“ aufmerksam gemacht werden. 

 

„Schneller, höher, stärker – unsichtbar. Geschlecht und sexuelle Identität im Sport“ – Nachbericht zur Podiumsdiskussion

Galerie

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Die Frauenfußball EM in den Niederlanden heizt  die Diskussion um Rollenbilder im Sport ein weiteres Mal an. Geschlecht und sexuelle Identität, Diskriminierung und Outings – gewollt oder erzwungen – sowie der andauernde Druck, sportliche Höchstleistungen zu erbringen: SportlerInnen aus der … Weiterlesen

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CSD 2017 in Stuttgart: Die Bimmelbahn fährt wieder mit!

Auch im dritten Jahr ist der LSVD Baden-Württemberg wieder mit einer Bimmelbahn für Regenbogenfamilien beim  Christopher Street Day in Stuttgart am 29. Juli 2017 dabei.

Immer noch werden Regenbogenfamilien in vielen Punkten anders behandelt wie Heterofamilien. „Regenbogenfamilien wünschen sich die gleichen Rechte wie alle anderen Familien auch!“  sagt Katharina Binder, Vorstandsmitglied des LSVD Baden-Württemberg.  Mit der Bahn soll auf die Vielfalt von Familien in Baden-Württemberg hingewiesen und Regenbogenfamilien in ihrer Vielfalt sichtbar werden.

Die Fahrt in der Bimmelbahn macht Regenbogenfamilien jedes Jahr viel Spaß. Die Parade beginnt dieses Jahr schon um 15.30 Uhr. Jessica beantwortet alle weiteren Fragen rund um die Aktion: fluhrj@posteo.de

UPDATE: Alle Plätze sind in der Bimmelbahn nun vergeben. Wir freuen uns auf Euch!