Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2016

Zur kommenden Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März 2016 haben wir, der ID CSD e.V. und der LSVD Baden-Württemberg e.V., die Parteien wieder um Antwort zu einer Reihe von Wahlprüfsteinen gebeten, die wir gemeinsam abgestimmt haben. Insgesamt stellen wir 16 Fragen aus 11 Bereichen rund um aktuelle LSBTTIQ-Themen wie zum Aktionsplan, LSBTTIQ Flüchtlinge, Regenbogenfamilien. Die Antworten der Parteien erwarten wir mit Spannung Ende Januar 2016 zurück.

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Oberbürgermeister Kuhn muss sich vom Symposium „Gender und Sexualpädagogik“ distanzieren

Pressemitteilung des LSVD Baden-Württemberg

Fundamentalismus und Hass widersprechen – Vielfalt demonstrieren

(13.01.2016) Am 23. Januar wird ein Bündnis aus besorgniserregenden
Eltern, christlich-fundamentalistischen und rechtspopulistischen Gruppierungen das Symposium „Gender und Sexualpädagogik“ in der Stuttgarter Liederhalle, abhalten. Dazu erklärt Brigitte Aichele-Frölich, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg:

Der Lesben- und Schwulenverband Baden-Württemberg (LSVD) fordert den Stuttgarter Oberbürgermeister Kuhn dazu auf, sich von den Inhalten des Symposiums zu distanzieren. Er muss der Abwertung und Ausgrenzung all jener widersprechen, die nicht den dort propagierten evangelikalen und rechtspopulistischen Familienbildern und Geschlechterrollen entsprechen. Weiterlesen

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halt zusammen – Gegen Rassismus und Gewalt am 16.1.2016 in Stuttgart

Unter dem Motto „Wir sind die Vielen, die zusammenhalten gegen Rassismus und Gewalt in unserem Land“ ruft aus Gewerkschaften, Arbeitgebern, den Kirchen im Land, Parteien, Sozial- und Naturschutzverbänden, dem Sport, politischen Stiftungen und der Zivilgesellschaft auf zu einer großen Kundgebung in Stuttgart

am Samstag, 16. Januar 2016, 11.00 bis 13.00 Uhr

auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

haltzusammen

Wir unterstützen dieses Bündnis und freuen uns über Eure Solidarität mit dieser wichtigen Aktion.

Hier gehts zur Pressemitteilung des DBG

 

 

Schöne Weihnachten

Liebe Mitstreiterin, lieber Mitstreiter,

ein arbeitsreiches Jahr geht zu Ende, in dem der LSVD Baden-Württemberg viel bewegt hat:

Wir waren präsent beim IDAHOT in Stuttgart, sind Teil des landesweiten Netzwerkes LSBTTIQ und konnten hier bewirken, dass das Land eine Geschäftsstelle LSBTTIQ finanziert und einen Pool für Beratungen und Selbsthilfe eingerichtet hat.
Wir haben uns im Netzwerk für Regenbogenfamilien stark gemacht und haben uns für mehr Vielfalt im Bildungsplan eingebracht.

Auf dem CSD Stuttgart waren wir erstmalig mit einer Bimmelbahn für Regenbogenfamilien vertreten und haben den zweiten Platz gewonnen. In Tübingen/Reutlingen sind wir dem Antidiskriminierungsnetzwerk beigetreten und sind dort aktives Mitglied. Die Stadt Stuttgart hat das zweite Mal mit uns gemeinsam einen Regenbogenfamilientag veranstaltet.

In den letzten Monaten erreichen uns immer wieder Anfragen von schwulen oder lesbischen Flüchtlingen. Wer gerne helfen möchte kann sich bei uns melden, wir leiten die Unterstützungsangebote gerne an die entsprechenden Stellen weiter. In Kürze werden wir dazu einen mehrsprachigen Flyer herausgeben.

Vielen Dank, dass ihr uns mit eurer Mitgliedschaft  unterstützt! Und vielen herzlichen Dank für Eure aktive Unterstützung. Das hilft uns sehr!

Und so freuen wir uns auf ein erlebnisreiches und vielfältiges Neues Jahr mit Euch! Am Mittwoch 03.02.2016 um 18.00 Uhr laden wir gemeinsam mit dem IG CSD zum Wahlcheck ein. Nähere Infos folgen.

Seit kurzen haben wir die Wahlprüfsteine auf unserer Website veröffentlicht. Wir befragen die Parteien, wie sie mit LSBTTIQ-Themen umgehen wollen. Die Ergebnisse werden ab Ende Januar auf unserer Website veröffentlicht. Die Landtagswahl ist entscheidend dafür, ob LSBTTIQ der Landesregierung wichtig ist oder nicht.

Und im Oktober 2016 wird es zum zweiten Mal ein Regenbogenfamilienseminar in Stuttgart geben.

Aber zunächst wünschen wir Euch schöne, erholsame Feiertage mit Euren Liebsten!

Herzlichst Euer Landesvorstand

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Unser Antwortschreiben an den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Pfeiffer

Hier unsere Antwort auf einen Brief von Dr. Joachim Pfeiffer, Bundestagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender im Remstal. (Der Brief des Herrn Dr.Pfeiffer folgt im unteren Teil des Beitrags.)

Stuttgart, 7.12.2015

Sehr geehrter Herr Dr. Pfeiffer,

Ihr Rundbrief erreichte uns und wir möchten Ihnen dazu folgendes antworten:

Wir sind zu tiefst  beschämt, dass Sie als Vertreter einer Volkspartei, die Ideologie von Frau Kelle unkommentiert übernehmen und sie nicht als das entlarven was sie unserer Meinung nach ist:  christlich-fundamentalistische Propaganda. Birgit Kelle ist in der Vergangenheit immer wieder durch ihren diffamierenden Umgang mit sexueller Vielfalt  aufgefallen. Mit christlich-fundamentalistischer Ideologie, die Frau Kelle stets mit rechtspopulistischen Argumenten zu unterfüttern versucht, liefert sie den Nährboden für Vorurteile, Hass und Ausgrenzung gegen jene, die nicht der Heteronormativität entsprechen. Kinder aus Regenbogenfamilien, Jugendliche und nicht zuletzt alle Menschen, die nicht den traditionellen Geschlechterrollen entsprechen, hat Frau Kelle zum Feindbild erhoben. Sie geht aggressiv gegen Ihre selbsterkorenen Feindbilder vor. Dies z.B. als Mitinitiatorin der sogenannten „Märsche für das Leben“, die sich gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen richten. Weiterlesen

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Offener Brief an Minister Stauch zum Bildungsplan 2016

Folgenden Brief haben wir Ende Oktober an den Kultusminister Baden-Württembergs Herrn Andreas Stoch gesendet.

„Sehr geehrter Herr Minister Stoch,

als Vertreter_innen des LSVD Baden-Württemberg e.V. haben wir die Entwicklung des neuen Bildungsplans von Anfang an, vertreten durch Herrn Henzler-Hübner, begleitet. Wir sind gern bereit unsere Stellungnahme für den neuen Bildungsplan 2016 abzugeben.

Wir freuen uns sehr, dass die von uns lange favorisierte umfassende Leitperspektive „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV)“ die Vielfalt aller Menschen einbezieht und die Menschenwürde und Menschenrechte zum Ausgangspunkt und als Maßstab der Bildung nimmt. Hier sehen wir die Wertschätzung aller Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung sichtbar und explizit gut eingeordnet und aufgehoben.

Leider entsteht aber im Weiteren der Eindruck, dass in Folge dieser Einbindung in einen größeren Rahmen die Sichtbarkeit und auch die Verbindlichkeit der Beschäftigung mit der Vielfalt von Familienformen, geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung nur in wenigen Fächern in konkreten Kompetenzformulierungen und Inhalten umgesetzt wird. (…)“

Der vollständige Brief steht hier als pdf zur Verfügung.

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„Gleich und doch anders?! — Wie geht´s weiter?“ Ein Rückblick

von Katharina Binder, LSVD Baden-Württemberg

Regenbogenfamilientag im Stuttgarter Rathaus am 24. Oktober 2015

RFTS_2015_3Auch der zweite Regenbogenfamilientag, den der LSVD Baden-Württemberg mit der Abteilung für Chancengleichheit der Stadt Stuttgart veranstaltet hat, war ein voller Erfolg! Regenbogenfamilien mit vielen Kindern, Fachkräfte und Vertreter_innen aus Politik kamen ins Stuttgarter Rathaus — insgesamt mehr als 120 Personen.

Brigitte Lösch, die Vizepräsidentin des Landtags in Baden-Württemberg sprach engagiert über weitere Forderungen und Wünsche von Regenbogenfamilien.

Constanze Körner vom Regenbogenfamilienzentrum in Berlin berichtete von ihren Erfahrungen und brachte konkrete Tipps aus der Praxis mit. Nach der Mittagspause wurde an Themeninseln im Dialog mit Fachkräften aus der Stadtverwaltung der Frage nachgegangen: was stärkt und was schwächt Regenbogenfamilien? Dabei gab es sehr engagierte Dialoge, die dazu beigetragen haben, die Situation von Regenbogenfamilien mehr kennenzulernen und Positionen klarer werden zu lassen.

Frau Dr. Matschke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Stuttgart versprach, dass die Stadt Stuttgart einen Methodenkoffer zum Thema Regenbogenfamilien bestellen wird.

Abgeschlossen wurde der Tag durch eine Lesung von Stephanie Gerlach aus ihrem aktuell erschienenen Buch: Und was sagen die Kinder dazu? Zehn Jahre später! Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und transgender Eltern.

Auch die Kinder haben den Tag in der Kinderbetreuung oder die Älteren beim Bogenschießen genossen.
Alle waren sich einig: es war eine gute Veranstaltung! Und: der Dialog wird weitergehen.

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Regenbogenfamilientag am 24.10.2015 im Stuttgarter Rathaus

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg und die Abteilung für individuelle Chancen-gleichheit für Frauen und Männer der Landeshauptstadt laden auch in diesem Jahr alle Regenbogenfamilien und ihr Unterstützungsumfeld recht herzlich zum Regenbogenfamilientag in den Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses ein.

Link zum Regenbogenfamilientag 2015

 

Fotografin: Saskia Pajot

„Familienbildung. Alle gewinnen“ Das Positionspapier des Landesfamilienrates

Seit Ende 2013 sind wir, der LSVD Baden-Württemberg, Mitglied des Landesfamilienrates Baden-Württemberg (LFR) und tragen so mit zu einer Erweiterung des traditionellen Familienbegriffs à la „Vater-Mutter-Kind“ bei. Vertreten werden wir dort durch unsere Landesvorstände Katharina Binder, Holger Henzler-Hübner und Marion Lüttig sowie durch Heike Czarnetzki (LSVD Mitglied).

Der LFR stellt einen Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen dar, die landesweit in der Arbeit für und mit Familien engagiert sind. Er versteht sich als unabhängiger und weltanschaulich neutraler Anwalt und Partner für die Interessen von Familien und beteiligt sich aktiv an der Meinungsbildung politischer Entscheidungsträger.

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