Solidaritätskampagne mit Istanbul Pride und LGBT-Geflüchteten

„Mit dem Kuchenteller über den Rand schauen“ – Solidaritäts-Kaffee- und –Kuchennachmittag am 22.7.2018 in Tom’s Bar in Stuttgart

Mit dem Motto „Expedition WIR“ des Christopher Street Day in Stuttgart 2018 werfen wir den Blick über den eigenen Tellerrand und unterstützen die mutige Emanzipationsbewegung der lesbischen, schwulen, bisexuellen, transexuellen, trangsgender, intersexuellen und queeren Community in Istanbul.

Die Solidaritäts- und Spendenkampagne im Rahmen des CSD Stuttgart 2018 mit dem Istanbul Pride wird von mehreren Organisationen getragen:

  • LSVD Baden-Württemberg e. V.
  • Abseitz Stuttgart e.V.
  • AG Vielfalt der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. 
  • IG CSD Stuttgart e.V.
  • LSBTTIQ-Zentrum Weissenburg e.V.
  • Kings Club-Besitzerin sowie Bundesverdienstkreuz-Trägerin Laura Halding-Hoppenheit. 

Im Rahmen dieser Kampagne laden Abseitz Stuttgart e.V., die AG Vielfalt der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. und Laura Halding-Hoppenheidt zum Solidaritäts-Kaffee- und –Kuchennachmittag herzlich ein. Gezeigt werden Filme zum Coming Out des türkischen Fußball-Schiedsrichters Halil İbrahim Dinçdağ und zur Istanbuler Emanzipationsbewegung.

  • am 22.7.2018 um 15 Uhr
  • in Tom’s Bar, Pfarrstraße 14, Stuttgart

Die Veranstaltung ist Teil unserer Solidaritäts- und Spendenkampagne, die unter www.betterplace.org/p62106 online veröffentlicht ist.

Die Einnahmen des Kaffeenachmittags spenden wir dem Pride Istanbul Komitee und SPoD (Sosyal Politikalar, Cinsiyet Kimliği ve Cinsel Yönelim Çalışmaları Derneği), die für Gleichberechtigung und Menschenrechte sowie für syrische LSBTTIQ-Geflüchtete vor Ort eintritt.

Zu Beginn der diesjährigen Pride-Woche wurde das Büro von SPoD am 26. Juni 2018 attackiert. Weitere Überfälle wurden angedroht. Die herbeigerufene Polizei half jedoch nicht, so dass der SPoD-Vorstand aus Sicherheitsgründen das Büro vorübergehend schloss und weitere geplante Veranstaltungen in der Pride Woche absagte (siehe https://lgbtinewsturkey.com/2018/06/28/spod-lgbti-statement-after-attack-on-office/#more-5335).

Eine Woche nach der Wiederwahl des türkischen Präsidenten Erdoğan wurde der für den 1. Juli in Istanbul geplanten Pride March „Onur Yürüyüsü“ – wie in den drei Jahren zuvor – verboten. Schwule, Lesben, Transsexuelle und heterosexuelle Unterstützer_innen, die sich dennoch mutig zu Hunderten in Seitenstraßen der zentralen Einkaufsstraße Istiklal in der Nähe des Taksim-Platzes versammelt hatten, wurden durch Wasserwerfer und Tränengas abgedrängt. Laut Amnesty International wurden elf Personen festgenommen.

Weltweit kam es zu Solidaritätsaktionen, wozu auch wir in Stuttgart mit unserem Solidaritätskaffeenachmittag einen Beitrag leisten wollen.