Queerpolitische Perspektiven zur Landtagswahl – Online-Podiumsdiskussion am 12. Februar

Wie geht es nach der Landtagswahl am 8. März aus queerpolitischer Sicht weiter? Welche Zukunft hat der Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“? Wo stehen die Parteien? Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo klare Unterschiede? Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam mit dem Queeren Netzwerk BW und dem Queerfeministischen Kollektiv Heidelberg mit Politiker:innen am 12. Februar bei einer Online-Podiumsdiskussion erörtern.

Veranstaltende der Podiumsdiskussion sind LSVD+ BW, Queeres Netzwerk BW, Queerfeministisches Kollektiv Heidelberg

Die Podiumsdiskussion findet am Donnerstag, 12. Februar, um 20 Uhr statt. Die Veranstaltung wird als Live-Stream auf YouTube übertragen und dauert voraussichtlich rund 90 Minuten.

Für die Diskussion zugesagt haben:

  • Oliver Hildenbrand (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Florian Wahl (SPD)
  • Isabell Huber (CDU)
  • Saltanat Abduvaliev (Die Linke)

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Jj Link (Sprechendenrat Queeres Netzwerk BW) und Patrick Dörr (Bundesvorstand LSVD+).

Hier geht es zum Livestream auf YouTube.
Fragen aus dem Publikum können während der Veranstaltung über die Kommentarfunktion (Chat) auf YouTube eingebracht werden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Lesbentagung in Bad Boll: „40 Jahre Empowerment – viel geschafft – weiter geht´s!“ vom 12.-14. Dezember

Seit vielen Jahren sind wir Kooperationspartner der Bad Boller Lesbentage und freuen uns daher besonders, die diesjährige Jubiläumstagung anzukündigen: Die traditionelle Tagung für lesbische und queere Frauen jährt sich 2025 zum 40. Mal.

Evangelische Akademie Bad Boll. Foto: Stefan Schillinger
Evangelische Akademie Bad Boll. Foto: Stefan Schillinger

Anlässlich dieses 40. Jubiläums blicken wir auf die Anfänge, die Gegenwart und die Zukunft der Lesbentagung. Mutige lesbische Frauen haben vor 40 Jahren zum ersten Mal in die Evangelische Akademie nach Bad Boll eingeladen. Diese erste Veranstaltung war überschattet von Angst und Sorge. Den Teilnehmerinnen drohten Diskriminierungen und Arbeitsplatzverlust, wenn öffentlich geworden wäre, dass sie Frauen lieben.

Dies hat sich in Deutschland grundlegend geändert. Doch immer noch erleben queere Menschen Kränkungen, Verletzungen und Diskriminierungen innerhalb und außerhalb der Kirche. Mehr noch: Überwunden geglaubte Vorurteile nehmen wieder zu. Autoritäre Machtstrukturen und extremistische Parteien mit homophoben Einstellungen sind im Aufwind. Es gilt, das Erreichte zu verteidigen und sich den antidemokratischen Kräften vereint entgegenzustellen.

Wir gehen auf der Tagung ins Gespräch und fragen: „Hättet Ihr gedacht, dass wir so viel erreichen?“. Gemeinsam werden wir an diesem Adventswochenende auf das Erreichte anstoßen, Solidarität feiern, Achtsamkeit Raum geben, Zukunftsvisionen diskutieren, uns zuhören, besinnlich sein und uns segnen lassen.

Damit stärken wir uns für die Aufgaben, die noch vor uns liegen: Damit das Erreichte nicht verloren geht und Gleichstellung auf der gesellschaftlichen und politischen Tagesordnung bleibt. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme, auf inspirierende Gespräche und auf ein feierliches Jubiläum.

Hier geht es zu Anmeldung und Programm der Jubiläumstagung.

Und wie jedes Jahr bieten die Veranstalter zur Einstimmung auf die Hauptveranstaltung vorher am 11. und 12. Dezember eine „Entspannungstagung“ für lesbische und queere Frauen* an. Anmeldung dazu hier.

„Wähl Liebe“: Wir beteiligen uns an der deutschlandweiten CSD-Kampagne zur Bundestagswahl

Kreuze setzen statt Grenzen: Der LSVD+ BW unterstützt zusammen mit dem IG CSD Stuttgart e.V. in Baden-Württemberg die bundesweite Kampagne „Wähl Liebe“ und ruft alle Menschen zur Wahl auf. 


Wir möchten (Nicht-)Wähler:innen für die Rechte der queeren Community sensibilisieren und sie dafür gewinnen, bei der Wahl am 23. Februar demokratische Parteien zu wählen, die für Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung eintreten. 

Wir beteiligen uns an der Kampagne "Wähl Liebe". Foto: CSD Deutschland, Montage: LSVD+ BW
Wir beteiligen uns an der Kampagne „Wähl Liebe“. Foto: CSD Deutschland, Montage: LSVD+ BW


Gib Wahlen dein Like: Wir halten zusammen!


Jede:r Wähler:in kann einen klaren Standpunkt für Liebe, Respekt und Freiheit setzen und auch die queere Community hier vor Ort unterstützen. Wir können zeigen, dass Hass und Spaltung niemals gewinnen werden und dass wir in Stuttgart und Baden-Württemberg zusammenhalten. Besonders in Zeiten, in denen rechtsextreme Parteien und politische Strömungen versuchen, Hass und Intoleranz zu schüren, ist es wichtig, ein starkes Zeichen für Demokratie und Menschenrechte zu setzen. Noch nie stand unsere Demokratie so unter Druck wie momentan. Schwer und mühsam errungene queere Rechte sind zukünftig nicht mehr unbedingt selbstverständlich. Aber du kannst dazu beitragen, dass es so bleibt: Love is love! Wähl Liebe!

Die drei Kern-Forderungen, auch schon lange Forderungen des LSVD+ Verband Queere Vielfalt, kannst du hier nachlesen.

Auf die Straße! Auch in deiner Stadt!

Zudem wird es in vielen Städten deutschlandweit am 15. Februar Demos und Kundgebungen gegen den Rechtsruck geben. Wir sind auch dabei, 5 vor 12 auf dem Schlossplatz. Sehen wir uns? Wer helfen möchte, sei es als Spendenengel oder mit einer Spende oder als Ordner:in am Tag vor Ort, kann sich gerne bei uns oder Stuttgart Pride melden.

Der LSVD+ BW unterstützt den Gedenktag für die Opfer des NS und die Aktion für eine Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer

80 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 will das Projekt „Der Liebe wegen“ zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Haus der Geschichte Württemberg, der Weissenburg, der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber und anderen am 25. Januar in Stuttgart an die Opfer der NS-Diktatur erinnern. Der LSVD+ BW unterstützt die Veranstaltung im Hospitalhof. Außerdem unterstützen wir die Forderung und Aktion des Projekts „Der Liebe wegen“ nach einer Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer.

Der Text der Gedenktafel am Hospitalhof Stuttgart. Foto: Kerstin Rudat
Der Text der Gedenktafel am Hospitalhof Stuttgart. Foto: Kerstin Rudat

Die Geschichte der „Büchsenschmiere“ im Hospitalviertel, in dem die Kriminalpolizei Stuttgart bis 1945 untergebracht war, wird im Zentrum einer Veranstaltung zum diesjährigen Gedenktag an die Opfer der NS-Diktatur stehen. Am Samstag, den 25. Januar, laden das Projekt „Der Liebe wegen“ der Weissenburg e.V., die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V., die Stuttgarter Stolperstein-Initiativen und Regenbogen.Bildung.Stuttgart ab 15 Uhr in den Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, ein.

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Nächste Lesben-Tagung in Bad Boll: „Ich schenk‘ Dir einen Regenbogen – unsere Vision der Zukunft“ vom 13. bis 15. Dezember

„Ich schenk´ Dir einen Regenbogen. Wir wollen eine Gesellschaft so bunt wie die Farben des Regenbogens ( – ohne schwarz/ weiß und braun.).“ – Auch dieses Jahr veranstaltet die Evangelische Akademie Bad Boll ihre traditionelle Tagung für lesbische und queere Frauen.

Das Programm: „Gemeinsam überlegen wir in diesen adventlichen Tagen, wie eine solche Gesellschaft aussehen kann, in der Ältere, Junge, Menschen mit Behinderung, Menschen in Armut und unterschiedlichen Identitäten ihren Platz finden, aber kein Raum ist für Hass und Menschenverachtung. Dabei wollen wir in diesen gemeinsamen Tagen diese Gesellschaft des Respekts und fairen Umgangs miteinander leben. Wir nehmen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in den Blick: Welche Auswirkungen hat die zunehmende soziale Ungleichheit? Wie gehen wir mit den stärker werdenden populistischen und demokratiefeindlichen Strömungen in der Gesellschaft um?“

Es erwartet Euch eine interessante Tagung mit Vorträgen, Gesprächsrunden und Workshops und nicht zuletzt viel Raum zum Kennenlernen, Austauschen und Spaß haben.

Hier geht es zu Anmeldung und Programm.

Entspannungstagung vorher am 12. und 13. Dezember: Im Vorfeld der Tagung wird eine „Entspannungstagung“ angeboten. Sie dient dazu, sich vor der Auseinandersetzung mit den Tagungsinhalten durch theologische Inspirationen und gemeinschaftliche Erlebnisse auf die Veranstaltung einzustimmen. Zugleich ermöglicht sie das gegenseitige Kennenlernen und den informellen Austausch. Am zweiten Tag besuchen wir außerdem den Waldeckhof in Jebenhausen. Der Waldeckhof ist ein Landwirtschaftsbetrieb und ein Projekt zur Integration benachteiligter Menschen zugleich. Er ist ein sogenannter „Archehof“, da hier alte, bedrohte Tierrassen gehalten und gezüchtet werden.

Für diese Entspannungstagung gibt es eine separate Anmeldung und ein eigenständiges Programm.

Der LSVD+ Baden-Württemberg ist Kooperationspartner der Tagung in Bad Boll.

Foto: © Evangelische Akademie Bad Boll, Martina Waiblinger