„One Love Kaffee“ für Vielfalt und Toleranz

Die Stiftung Lebenshilfe Zollernalb hat anlässlich der Erfahrungen und Geschehnisse rund um die WM in Katar einen Kaffee kreiert, der die Themen Toleranz und Vielfalt sichtbar machen soll. Von jeder verkauften Packung profitiert auch der LSVD Baden-Württemberg. Gemeinsam stehen wir ein gegen jegliche Form von Diskriminierung.

Von links nach rechts: Holger Klein (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebenshilfe Zollernalb), Kerstin Rudat (LSVD BW), Veronika Martynewski (Kaffeewerk-Mitarbeiterin), Patrick Engler (Betriebsleiter Kaffeewerk Zollernalb), Annika Stehle und Patrick Schmidberger (Mitarbeiter Kaffeewerk Zollernalb). Foto: Yvonne Schuler

Die Lebenshilfe-Idee steht generell dafür, dass alle Teil des Ganzen sind und niemand ausgegrenzt werden darf. Vielfalt, Toleranz, solidarisches Handeln und Begegnungen auf Augenhöhe sollten Teil eines guten Miteinanders sein. Die Grundlagen dafür sind auch die freie Meinungsäußerung und ein demokratisches Zusammenwirken. Die Geschehnisse rund um die Fußballweltmeisterschaft in Katar haben der Stiftung erneut vor Augen geführt, dass dies nicht immer und nicht überall gegeben und schon gar nicht selbstverständlich ist, so Vorstandsvorsitzender Holger Klein.

Gerade der Sport und sportliche Ereignisse sollten alle Menschen zusammenbringen. Wenn dann Verbote ausgesprochen werden, sich hier für Vielfalt zu positionieren, darf man nicht zum Tagesgeschäft übergehen, sondern muss Stellung beziehen – davon ist die Lebenshilfe Zollernalb tief überzeugt. Deswegen hatten das Kaffeewerk-Team und die Druckabteilung der Lebenshilfe Zollernalb sich Gedanken gemacht und möchten mit der farbenfrohen Kaffee-Sonderedition „One Love“ ein Zeichen der Solidarität setzen.

Der „One Love“-Kaffee. Foto: Kerstin Rudat

Diskussion um die WM darf nicht in Vergessenheit geraten

Die „One Love“-Kaffeepäckchen enthalten 250 Gramm feinste Arabica-Bohnen der Mischung El Mundo. Von dem Verkaufspreis in Höhe von 6,99 Euro wird jeweils 1 Euro an uns, den Lesben- und Schwulenverband Baden-Württemberg e.V. gespendet. Wir finden das eine tolle Idee und sind sehr dankbar für die Aktion. Nach dem Regenbogen-Streit bei der EM im letzten Jahr rund um Ungarn, nach queerfeindlichen Gesetzgebungen in Polen und Russland und nun der Durchführung der Fußball-Weltmeisterschaft in einem Land, das Menschenrechte mit Füßen tritt und in dem die Todesstrafe auf homosexuelle Handlungen steht, ist es auch dem LSVD Baden-Württemberg wichtig, die „One Love“-Diskussion am Leben zu erhalten. Jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung ist nicht hinnehmbar, nirgendwo auf der Welt. Wir sind alle eins, wir haben alle eine Würde.

Wir werden deswegen das Spendengeld für Aktivitäten zum Thema Antidiskriminierung verwenden und sagen dem Team des Kaffeewerks Zollernalb und der Druckerei der Lebenshilfe schon jetzt herzlichen Dank! Der Kaffee ist sicherlich ein tolles Weihnachtsgeschenk, aber der Aktionszeitraum geht insgesamt bis zum 31.03.2023.

Der „One Love Kaffee“ für Vielfalt und Toleranz kann sowohl im Kaffeewerk Zollernalb in der Kientenstraße 51 in 72458 Albstadt oder in der genießBAR in der Färberstraße 3 in 72336 Balingen, aber auch über den Onlineshop unter www.kaffeewerk-zollernalb.de erworben werden. Let’s spread the love!

„STOP HATING US!“ – Seid dabei beim IDAHOBITA am 17. Mai!

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Trans-, Inter- und
Acefeindlichkeit (IDAHOBITA) am 17. Mai organisieren wir zusammen mit dem CSD Stuttgart und dem Projekt 100% MENSCH von 11 bis 19 Uhr einen Aktionstag unter dem Motto „STOP HATING US!“ in der Stuttgarter Fußgängerzone.

Neben einem Infostand auf dem Schlossplatz wird es dort zudem um 17 Uhr eine Kundgebung mit zahlreichen Vertreter*innen aus Community und Politik geben. Freut euch auf spannende Beiträge von Staatssekretär Siegfried Lorek (Ministerium der Justiz und Migration BW), Sibel Yüksel (Stadträtin), Laura Halding-Hoppenheit, Oliver Hildenbrand (MdL), Florian Wahl (MdL), Detlef Raasch (Vorstand IG CSD Stuttgart e.V.) sowie Bettina Schreck (Projekt 100% MENSCH).

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