Unsere Beratungsstelle BerTA in Stuttgart ist eingeweiht!

Vergangenen Samstag, am 23.7.2021, haben wir BerTA, die neue Beratungsstelle für Regenbogenfamilien in der Lange Straße in Stuttgart, eingeweiht. BerTA steht für Beratung, Treffpunkt und Anlaufstelle für Regenbogenfamilien in Stuttgart. Die Beratungsstelle ist ein Ort der Begegnung und Vernetzung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* oder queere (werdende) Eltern und Familien in Stuttgart. Seit September 2020 haben die Sozialpädagog*innen Rebecca Rottler und Mathias Bolter, gemeinsam mit Verwaltungsfachkraft Anja Herre, ihre Arbeit bei BerTA aufgenommen und bieten verschiedene Beratungs-, Informations- und Vernetzungsangebote an.

Zur Erinnerung und für alle, die nicht dabei sein konnten, einige Fotos für Euch:

Copyright Fotos: Rebecca Rottler

Einweihung BerTA am 23. Juli

BerTA Team

Wir können endlich offiziell Einweihung feiern! Unsere Stuttgarter Beratungsstelle BerTA macht am 23. Juli von 16.00 bis 17:30 Uhr eine hybride Einweihungsfeier! Dabei wollen wir uns, unsere neuen Räume in der Langen Straße 18 sowie unser Angebot vorstellen. Pandemie-bedingt muss ein Großteil der Veranstaltung online stattfinden, denn auch wenn die Zahlen sinken, haben wir leider nicht genug Platz, um die Abstände einhalten zu können.

Rebecca Rottler, Anja Herre und Mathias Bolter vom BerTA-Team

BerTA Team mit Schirmfrau Brigitte Lösch

Wir freuen uns, bei der Veranstaltung unsere Schirmfrau für BerTA vorstellen zu können. Für die meisten von Euch ist sie keine Unbekannte: Brigitte Lösch, ehemals MdL und ehemals queerpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag. 

Rebecca Rottler Mathias Bolter, Brigitte Lösch und Katharina Binder

Der geplante Ablauf:

16:00 Begrüßung durch Projektleiterin Katharina Binder
16:05 Brigitte Lösch (MdL a.D.), Schirmfrau von BerTA
16:15 Grußworte: Andreas G. Winter (Bündnis 90/Die Grünen), Alexander Kotz (CDU), Laura Halding-Hoppenheit (Die FrAKTION), Jasmin Meergans (SPD), Ina Schumann (Die Partei), Dr. Ursula Matschke (Leiterin Abteilung für Chancengleichheit und Diversity bei der Stadt Stuttgart)
16:45 Regenbogenfamilien 2.0 – BerTA stellt sich vor
17:05 Grüße und Wünsche von Regenbogenfamilien per Video

Bitte meldet Euch an unter: info@regenbogenfamilien-stuttgart.de. Wir werden dann einige Tage vor der Veranstaltung einen Zoom-Link zuschicken.

Online-Kinderwunsch-Gruppe am 17. Juni

BerTA Beratungsstelle Regenbogenfamilien Stuttgart

Ihr spielt mit dem Gedanken, ein Kind zu adoptieren? Ihr wollt wissen, was die Unterschiede zwischen Adoption und einer Pflegschaft sind?
Ihr möchtet euch mit anderen zu diesem Thema austauschen?

Wie jeden 3. Donnerstag im Monat veranstaltet BerTA, die Beratungsstelle für Regenbogenfamilien in Stuttgart, auch am 17.6. ein Onlinetreffen der offenen Kinderwunsch-Gruppe.

An diesem Online-Kinderwunschabend soll es speziell um das Thema Adoption und Pflege gehen. Beginn ist um 19 Uhr via Zoom. Bitte meldet euch an, um weitere Informationen zu erhalten.

Das BerTA-Team moderiert das Treffen und beantworten gerne Eure Fragen.

Kontakt & Anmeldung:

0711 95357521
info@regenbogenfamilien-stuttgart.de

Unsere Beratungsstelle BerTA (Beratung, Treffpunkt und Anlaufstelle für Regenbogenfamilien und pädogische Fachkräfte in Stuttgart) ist ein Ort für alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidentischen, transgender, intersexuellen, queeren Eltern und solche, die es werden wollen. Hier können sich Regenbogenfamilien und ihre Angehörigen treffen, austauschen und beraten lassen. Informations- und Schulungsangebote für Fachkräfte und Multiplikator*innen gehören ebenfalls zum Angebot. BerTA wird von der Stadt Stuttgart gefördert und ist seit 01.09.2020 am Start.

BerTA News: Umzug und neues Angebot “Rainbow Teens”

BerTA, unsere Stuttgarter Beratungsstelle für Regenbogenfamilien und solche, die es werden wollen, ist kürzlich umgezogen. Ab sofort ist der neue Sitz in der Langen Straße 18 in Stuttgart-Mitte – gut zu erreichen von den Bahn-Haltestellen Rotebühlplatz/Stadtmitte und Berliner Platz aus. Mehr Infos und Möglichkeiten zur Beratung während der Pandemie unter www.regenbogenfamilien-stuttgart.de.

BerTA hat auch ein neues Angebot: die “Rainbow Teens“, ein Angebot für Kinder aus Regenbogenfamilien in Stuttgart. Aufgrund der Corona-Situation werden dies zunächst Online-Termine sein. Haltet Euch auf dem Laufenden mit Infos und News zu den Rainbow Teens. Die nächsten Termine sind:

Weihnachten im Kreise der Lieben auch für LSBTTIQ ermöglichen

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann, liebe Landesregierung,

die Corona-Krise ist mit massiven Einschränkungen und Einschnitten für uns alle verbunden. Gleichwohl verstärkt die Pandemie auch bestehende Verletzlichkeiten und Ungleichheiten. Die Auswirkungen von Corona und die politischen Entscheidungen zur Bekämpfung der Pandemie treffen nicht alle Menschen gleich, sondern je nach Lebenslage unterschiedlich und in unterschiedlicher Intensität.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg erkennt die Notwendigkeit von Kontaktbeschränkungen prinzipiell an, appelliert gleichzeitig, die Lebensrealität von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTIQ) nicht aus dem Blick zu verlieren. Die für Weihnachten geplanten Ausnahmeregelungen bei den Kontakteinschränkungen sollen nur für den engsten Familienkreis gemacht werden. Als LSVD Baden-Württemberg kritisieren wir deutlich, dass so nur enge Familienangehörige als wichtigste Bezugspersonen gelten. Die Idee der heilen Kernfamilie ignoriert sowohl das massive Vorkommen von häuslicher Gewalt als auch die mitunter gravierenden Diskriminierungserfahrungen, die LSBTTIQ in ihren Herkunftsfamilien machen müssen und daher mit ihren Familien gebrochen haben.

Freundschaften als Wahl- und Ersatzfamilie sind daher für LSBTTIQ essenziell und überlebenswichtig. Ihnen soll jetzt ein gemeinsames Weihnachten verboten werden. Das verstärkt die soziale Isolation von LSBTTIQ. Das kann so nicht hingenommen werden.

Wir möchten Sie daher bitten, sich an den Formulierungen des Bundeslandes Berlin zu orientieren. Demnach dürfen sich zu Weihnachten maximal fünf Personen aus beliebig vielen Haushalten plus Kinder unter 14 Jahren zu privaten Zusammenkünften treffen. Diese Regelung trägt den Stellenwert von Freundschaften als Wahl- und Ersatzfamilie Rechnung und ermöglicht ein Weihnachten im Kreise der Lieben für alle.

Brigitte Aichele-Frölich, Katharina Binder, Kerstin Fritzsche, Ulrike Goth, Anne Steiner

UPDATE 23.12.2020

Aufgrund unseres Briefes hatten wir am Freitag ein Gespräch mit dem Staatsministerium. Dies verlief sehr gut, und wir haben einen Vorschlag für eine ergänzende Formulierung gemacht, da die Verordnung sich nicht mehr ändern ließ. Leider wurde dieser von der grün-schwarzen Landesregierung nicht angenommen. Aber die FAQs auf der entsprechenden Website zu der Corona-Verordnung wurden kurzfristig noch angepasst. Dort heißt es jetzt: “Für Besuche bei engen Freunden und Bekannten an Weihnachten gilt weiter die Regelung von maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten. Von der Beschränkung auf zwei Haushalte ausgenommen sind Ehegatten, Lebenspartner*innen (eingetragene Lebenspartnerschaft), Partner*innen einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft und Verwandte in direkter Linie also Großeltern, Eltern und Kinder. Dabei dürfen es aber ebenfalls insgesamt nicht mehr als fünf Personen sein. Den Haushalten zugehörige Kinder bis einschließlich 14 Jahren zählen auch an Weihnachten nicht zur Gesamtpersonenzahl hinzu. Hierdurch ist es möglich, dass sich vier Personen aus vier Haushalten mit einem entsprechenden Näheverhältnis treffen können.” Allerdings dürften die meisten so kurz vor Heiligabend ohnehin schon ihre Planungen gemacht haben…