23. Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg am 05.12.2020

Liebe*r Vereinsangehörige*r,
liebe Freund*innen unseres Verbandes,

wir laden Dich ganz herzlich zum  
23. Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg e.V ein. Der Verbandstag findet in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie und des aktuell gültigen Verbots einer Präsenzveranstaltung per Videokonferenz statt, am

Samstag, 05. Dezember 2020 um 19:00 Uhr

Bitte melde Dich bis zum 2.12.2020 zur Videokonferenz unter folgender Emailadresse an:

vs-ba-wue@lsvd.de

Bitte nenne Deinen vollständigen Namen und Deine Adresse und trage
im Email-Betreff folgenden Betreff ein:
„Anmeldung zum 23.Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg e.V.”

Die Zugangsdaten zur Videokonferenz  versenden wir nach Erhalt der Anmeldung  spätestens am  Donnerstag den 03.12.2020.

Wir freuen uns auf Deine Teilnahme!

Für Rückfragen an die Emailadresse: vs-ba-wue@lsvd.de  stehen wir Dir gerne zur Verfügung.  

Wichtig!
Bitte teile uns eine Adressänderung oder Emailadressänderung mit,  damit wir Dich auch in Zukunft erreichen können.

Tagesordnungsvorschlag:

  1. Begrüßung
  2. Wahl der Versammlungsleitung
  3. Wahl der Protokollführung
  4. Beschluss über die Tagesordnung / Feststellung der satzungsgemäßen Ladung
  5. Vorstellung der geplanten Satzungsänderung
  6. Abstimmung über den neuen Satzungsentwurf
    Änderung: Geschlechtergerechte Sprache in der gesamten Satzung
  7. Tätigkeitsberichte des Vorstandes
  8. Finanzbericht Schatzmeister*in
  9. Entlastung des Vorstandes und Schatzmeister*in
  10. Wahl der Kassenprüfung
  11. Wahlen zum Landesvorstand
  12. Tätigkeitsberichte der Gruppen, ILSE, Gay and Gray
  13. Bericht des LSVD Bundesverband
  14. Vorschau auf 2021
  15. Allgemeine Fragen/Diskussion

Mit herzlichen Grüßen

Brigitte Aichele-Frölich
Katharina Binder
Kerstin Fritzsche
Ulrike Goth

 

 

Wahlcheck der Community zur OB-Wahl in Stuttgart am 8.11.2020 & 29.11.2020

Oberbürgermeister*in-Wahl in Stuttgart

Update: Es geht in Stuttgart in den 2. Wahlgang am 29.11.2020. Auch wenn nicht mehr alle Kandidat*innnen sich erneut zur Wahl stellen, sind die Fragen und Antworten nach wie vor aktuell.

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Am 8. November 2020 wählt Stuttgart eine*n neue*n Oberbürgermeister*in. Die Vereine und Institutionen der queeren Community haben sich zusammengetan und alle Kandidierenden um die Beantwortung eines gemeinsam erarbeiteten Fragenkatalogs gebeten. 

Die Stuttgarter LSBTTIQ-Community hätte gerne eine öffentliche Diskussion zur anstehenden Wahl durchgeführt. Leider ließ sich dies unter Pandemie-Bedingungen nicht realisieren.

Ersatzweise haben sich Weissenburg e.V.LSVD Baden-Württemberg e.V, IG CSD Stuttgart e.V., das Frauenberatungs- und Therapiezentrum Fetz e.V.Mission trans* und das Projekt 100% Mensch zusammengesetzt und einen Fragenkatalog (pdf, 180 KB) mit für die Community essenziellen Themen der nächsten acht Jahre entwickelt. Wir haben die Kandidat*innen gebeten, die Fragen schriftlich zu beantworten.

Unser gemeinsames Anliegen ist es, die Positionen und Haltungen der Kandidat*innen transparent zu machen und so den Wahlberechtigten und Interessierten in Stuttgart Hilfen für die eigene Wahlentscheidung zu bieten.

Alle 14 Kandidat*innen für das Oberbügermeister*in-Amt haben wir angefragt, zwölf haben uns geantwortet.

Bei der Reihenfolge der Darstellung haben wir uns für die des amtlichen Stimmzettels entschieden.

–> Hier nun alle eingegangenen Antworten der Kandidat*innen in einer Übersicht (pdf, 280 KB).

Keine Zustimmung zum Adoptionshilfegesetz!

Am Donnerstag hat der Bundestag das sogenannte Adoptionshilfegesetz verabschiedet. Neben sicherlich vielen guten Aspekten verschlechtert das Gesetz aber die Situation von lesbischen Ehen mit Kind oder Kindern.

Wird ein Kind in eine heterosexuelle Ehe hineingeboren, ist automatisch der Ehemann der Vater – egal, ob er auch der biologische Vater ist oder nicht. Bei lesbischen Eltern ist dies nicht so. Immer noch muss die Co-Mutter in einem teils langwierigen und unangenehmen Verfahren ihre “Eignung” als Erziehungsberechtigte beweisen. Zu dieser ohnehin schon schwierigen Situation würde mit dem Adoptionshilfegesetz für das Frauen-Paar hinzukommen, sich auch noch einer Beratung unterziehen und Behörden mutmaßlich bis ins Kleinste ihre Lebens- und Einkommensverhältnisse offenlegen zu müssen.

Kinder in Regenbogenfamilien sind Wunschkinder. Menschen, die hier Eltern seien wollen, nehmen sehr viel auf sich – auch finanziell – , um sich ihren Kinderwunsch erfüllen zu können. Die Elternschaft ist sorgfältig durchdacht und lange geplant. Zwei-Mütter-Familien sind Herkunftsfamilien. Das Verfahren der Stiefkindadoption ist hier völlig fehl am Platz. Es ist entwürdigend und in höchstem Maße diskriminierend, wenn der nicht-biologischen Co-Mutter durch Staat und Behörden erst einmal widersprochen wird, Mutter sein zu können.

Der LSVD Baden-Württemberg appelliert deshalb an die baden-württembergische Landesregierung: Bitte lassen Sie diese Diskriminierung nicht zu!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann, sehr geehrte Minister*innen, bitte lassen Sie das neue Adoptionshilfegesetz nicht im Bundesrat passieren. Bitte stimmen Sie nicht zu, damit wenigstens ein Vermittlungsausschuss eingesetzt werden kann. In einem anderen, weiteren Schritt muss dringend das Abstammungsrecht reformiert werden. Nur das wäre eine wirkliche Hilfe für Regenbogenfamilien. Wie lange sollen lesbische und schwule Eltern nach der Ehe-Öffnung noch warten, bis ihre Rechte auf diesem Gebiet verbessert werden? Bedenken Sie bitte, dass es hier auch um das Kindeswohl geht, und helfen Sie uns, indem Sie sich für eine Reform einsetzen.

Der Appell ging der Landesregierung in dieser Woche zu.

Wer sich weiterhin mit uns für eine Reform des Abstammungsrechts einsetzen möchte, kann hier unsere Petition unterschreiben.

Livestream nachgucken: Das war der IDAHOT 2020 in Stuttgart

Am 17. Mai ist Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie (International Day Against Homo- and Transphobia IDAHOT). Wegen der Coronavirus-Pandemie konnten wir in Stuttgart leider nicht wie sonst eine Aktion und Kundgebung auf der Straße und in der Fußgängerzone veranstalten. Dafür haben wir, der Lesben- und Schwulenverband Baden-Württemberg mit der IG CSD Stuttgart in diesem Jahr zusammen mit den Wirtschaftsweibern und 100% Mensch zwei Stunden live im Internet gestreamt. Schwerpunktthema war die schwierige Situation für LSBTTIQ in Polen.

30 Jahre ist es nun her, dass die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von ihrer Liste der Krankheiten gestrichen hat. Noch immer ist Homosexualität aber in vielen Ländern der Welt ein Grund für Stigmatisierung, Ausgrenzung, Diskriminierung und auch Gewalt. Da gebe es viele Einzelthemen, die größere Aufmerksamkeit verdient hätten. Auf der Straße. Im direkten Gespräch. Mit einer großen Kundgebung. So war das geplant.

Aber leider ließ das Virus uns keine Wahl: Wie so viele kulturelle Veranstaltungen musste auch der IDAHOT in Stuttgart in diesem Jahr online stattfinden. Gemeinsam haben CSD Stuttgart – Stuttgart Pride, LSVD Baden-Württemberg e.V., 100% Mensch und Wirtschaftsweiber e.V. dennoch ein informatives und abwechslungsreiches Programm in einem virtuellen Format am 17. Mai abends gestreamt.

Mit musikalischer Unterstützung von Ela Querfeld gab es Nachrichten über die Situation von LSBTTIQ in Deutschland, Europa und der Welt, wir schalteten in Stuttgarts Nachbarstadt Lodz und diskutierten in einer gemischten Runde über das gesellschaftliche Klima, eigene Diskriminierungserfahrungen, wie Hate Speech wieder salonfähig wird und was wir uns als Community wünschen und auch selbst dem entgegensetzen können.

Ein Schwerpunkt war dabei in diesem Jahr die Situation in Polen. In Polen rufen Städte „LSBTTIQ-freie“ Zonen aus. Inzwischen rühmen sich damit fünf Regierungsbezirke, 37 Landkreise und 55 Gemeinden in unserem Nachbarland. Politiker*innen der Regierungspartei PiS befeuern mit Unterstützung von anderen nationalistischen Gruppen und Amtsträgern der katholischen Kirche regelmäßig dieses bedrohliche und gefährliche Klima. So werden im polnischen Parlament sexuelle und reproduktive Werte massiv angegriffen. Ein Gesetzentwurf sieht etwa vor, dass Sexualkundeunterricht an Schulen generell verboten werden soll. Begründung und Wortwahl erinnern dabei sehr an das Antihomosexualitätsgesetz in Russland, mit dem jegliches neutrales Informieren oder akzeptierendes Sprechen über LSBTTIQ vor Minderjährigen als Propaganda bestraft werden kann. Der LSVD hat mehr als 300 deutsche Städte und Gemeinden, die eine Partnerschaft zu Polen pflegen, um Solidarität mit polnischen LSBTTIQ gebeten. Nur wenige Städte und Gemeinden, auch aus Baden-Württemberg, haben bis jetzt geantwortet.

Hier den Livestream nachgucken:

Update: IFED2020 in Mannheim am 3.5.2020 abgesagt

Pressemitteilung von Ilse Rhein-Neckar zum IFED2020

UPDATE: Aufgrund der Corona Epidemie muss die Veranstaltung leider abgesagt werden.

Mannheim, 12.3.2020: Seit 2012 feiern Regenbogenfamilien auf der ganzen Welt (in ca. 102 Länder) den „International Family Equality Day“ (IFED). Am 03.05.2020 treffen sich Regenbogenfamilien aus der Rhein-Neckar Region im Luisenpark in Mannheim. Eingeladen sind neben den Regenbogenfamilien natürlich auch all diejenigen, die es noch werden wollen oder sich verbunden fühlen, um gemeinsam mit uns den IFED 2020 zu feiern.

Das diesjährige Motto vom IFED lautet „Family Diversity in Education“. Auch Regenbogen-Familienkonstellationen können so vielfältig wie das Leben sein. Sie können aus einer lesbischen Mutter oder einem schwulen Vater, aus zwei Müttern oder Vätern oder auch aus zwei Müttern und zwei Vätern bestehen. Regenbogenfamilien leben verschiede Modelle –  am Ende ist Familie aber immer dort, wo Liebe, Zusammenhalt und
gegenseitige Stärkung stattfindet – mit den Kindern und um und für die Kinder.

Am 03.05.2020 ab 12 Uhr im Luisenpark (am Grillplatz) wollen wir grillen, lachen, spielen und quatschen. Und ab 14 Uhr gibt es auf der großen Spielwiese für alle Kinder im Park ein Spielangebot des Spielmobils und kostenlose Rundfahrten mit der Duojing-Bahn. Der Eintritt ist an diesem Tag für angemeldete Regenbogenfamilien kostenlos.

Anmeldung und Infos unter: Ilse.rhein-neckar@lsvd.de
Weitere Infos: IFED 2020: Am 03.05.2020 ab 12 Uhr am Grillplatz
Ilse: https://ilserheinneckar.wordpress.com/
IFED: https://internationalfamilyequalityday.org/
Pressekontakt: Sarah KinzebachTelefon: +49 17621157159