Kein Zwangsouting von trans*, nicht-binären und inter* Menschen! Jetzt Petition mitzeichnen

Liebe Menschen, wir bitten euch um tatkräftige Unterstützung. Die Petition gegen die Änderung der Meldeverordnung ist beim Landtag von Baden-Württemberg seit dem 6. Oktober online. Bis zum 17. November brauchen wir mindestens 10.000 Online-Unterzeichnungen. Dann dürfen wir im Landtag dazu öffentlich sprechen – vielleicht unsere letzte Chance, noch was zu erreichen! Deshalb bitten wir euch herzlichst: Unterzeichnet die Petition und leitet sie an alle weiter, die die queere Community in Baden-Württemberg und Deutschland unterstützen möchten.

Worum geht es?

Der ehemalige Innenminister und jetzt Landtagspräsident Thomas Strobl (CDU) hat letztes Jahr ohne jegliche Einbeziehung des Queeren Netzwerks BW oder anderer queere Verbände im Land eine Änderung der Meldeverordnung BW (MVO-Änderung) verfügt, die ab dem 1.11.26 alle künftigen SBGG-Nutzenden benachteiligen, stigmatisieren und in einer möglichen AfD-/rechtskonservativen Zukunft dadurch sogar gefährden kann.

Screenshot der Petition an den Landtag von Baden-Württemberg
Screenshot der Petition an den Landtag von Baden-Württemberg

Im Kern der MVO-Änderung geht es darum, dass ab dem 1.11.2026 die durch die Nutzung des SBGG (Selbstbestimmungsgesetz) geänderten Personendaten künftig automatisiert an die Polizei-Datenbank übermittelt werden sollen, um deren Personen-Datenbank damit zu aktualisieren. Das soll u.a. über das vom Bundesinnenministerium im April 2025 im Melderegister eingeführte Datenfeld („voriges Geschlecht“) + das bereits existierende Feld „frühere Vornamen“ geschehen.

Das Problem:

Während die Daten im Polizeirechner nach dem Abgleich wieder gelöscht werden, bleiben die beiden genannten Datenfelder im Melderegister für IMMER gefüllt. Es ist bis heute – 3 Wochen vor Inkrafttreten – noch nicht mal klar, wer darauf Zugriff haben wird, wer die Daten sehen darf und was damit künftig alles gemacht wird usw.! Das macht uns Angst und Sorgen, wie lapidar mit unseren sensibelsten Daten umgegangen wird.

Zudem ist auf Bundesebene immer noch nicht abschließend geklärt, wie mit den neugeschaffenen Feldern im Melderegister umgegangen werden soll, weil dazu bisher keine Einigung im entsprechenden Bundesratsausschuss erzielt wurde. Durch die MVO-Änderung in Baden-Württemberg würde ein legaler Grund geschaffen, diese Felder mit SBGG-Daten zu befüllen, falls das Innenministerium beim von ihm angestrebten Meldeweg an die Polizei bliebe! Damit werden dann Fakten geschaffen, um die noch nicht final legitimierten Felder dann standardmäßigen zu füllen – genau dies wollen wir verhindern!

Warum ist das so wichtig?

Mit Inkrafttreten der geänderten MVO wäre Baden-Württemberg seit der Einführung der neuen Melderegister-Felder im April 2025 das erste Bundesland, das diese dann aktiv nutzen würde. Andere Bundesländer sehen mit Interesse nach Baden-Württemberg, wie das hier abläuft, weil sie ebenfalls solche Verordnungen haben wollen. Daher sind wir aktuell die letzte Verteidigungslinie und bitten euch deshalb um eure Mithilfe, diese zu halten.

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Automatische Datenweitergabe – nicht mit uns! Die Änderung der Meldeverordnung in BW muss weg

In BW soll zum 1.11. eine Änderung der Meldeverordnung in Kraft treten, die TIN*-Personen betrifft. Grafik: Kerstin Rudat
In BW soll zum 1.11. eine Änderung der Meldeverordnung in Kraft treten, die TIN*-Personen betrifft. Grafik: Kerstin Rudat

Das baden-württembergische Innenministerium plant die automatisierte und anlasslose Weitergabe sensibler Daten von trans*, inter* und nicht-binären Personen (TIN*) an Polizeibehörden. Die im November veröffentlichte Verordnung zur Änderung der Meldeverordnung soll zum 1. November 2026 in Kraft treten. Das ist nicht mehr viel Zeit, um etwas ändern zu können. Lasst uns gemeinsam bei CSDs, auf Social Media und mit Briefen und Karten an das Innenministerium protestieren. Schreibt euren Abgeordneten, geht in Gespräche.

Um was es genau geht, warum es schlimm und dringend und wichtig ist, was wir tun, was ihr tun könnt:

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Änderung der Meldeverordnung zurücknehmen – Offener Brief an Cem Özdemir

Im November vergangenen Jahres wurde vom Innenminister eine Änderung der baden-württembergischen Meldeverordnung veranlasst. Wenn diese im November 2026 in Kraft tritt, werden frühere Vornamen und Geschlechtseinträge von TINA*-Personen anlasslos an Polizeibehörden und LKA übertragen – und mutmaßlich auch dauerhaft gespeichert.

Wir wollen das zusammen mit Mission TRANS* aus Stuttgart, dem Queeren Netzwerk BW und vielen anderen queeren Vereinen und Organisationen sowie Allies aus Sozial- , zivilrechtlichen Verbänden und Privatpersonen verhindern. Unter anderem haben wir einen Brief an den designierten neuen Ministerpräsidenten Cem Özdemir verfasst, der in der vergangenen Woche mitgezeichnet werden konnte.

Er darf – wie unser Anliegen – gerne weiter geteilt werden. Unterstützt uns bei weiteren Aktionen; wir haben einiges vor für die CSD-Saison. Weitere Infos folgen hier auf unserer Website und auf Instagram. Oder meldet euch, wenn ihr auch dabei sein wollt, wir haben regelmäßige Bündnis-Treffen.

(Hinweis: Der Brief wurde vom Vorstand von Mission TRANS* verfasst und verschickt. Wir sagen danke für Eure Arbeit!)

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Neue Meldeverordnung in BW – Keine automatische Weitergabe sensibler Meldedaten!

Wir, der LSVD+ Baden-Württemberg, das Queere Netzwerk BW und andere queere Organisationen in Baden-Württemberg kritisieren die geplante automatische Weitergabe früherer Vornamen und Geschlechtseinträge an Polizeibehörden in Baden-Württemberg als unverhältnismäßig und datenschutzrechtlich bedenklich. Wir fordern Transparenz, Beteiligung der Verbände und eine erneute Überprüfung der Regelung.

Ab November 2026 sollen Änderungen von Namen und Geschlechtseinträgen regelmäßig an Polizeibehörden und das LKA übermittelt werden einschließlich früherer Vornamen und früherer Geschlechtseinträge. Dafür wurde die baden-württembergische Meldeverordnung geändert. Diesen Schritt des Innenministeriums haben wir mit großer Besorgnis und Enttäuschung zur Kenntnis genommen.

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