Queerpolitische Perspektiven zur Landtagswahl – Online-Podiumsdiskussion am 12. Februar

Wie geht es nach der Landtagswahl am 8. März aus queerpolitischer Sicht weiter? Welche Zukunft hat der Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“? Wo stehen die Parteien? Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo klare Unterschiede? Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam mit dem Queeren Netzwerk BW und dem Queerfeministischen Kollektiv Heidelberg mit Politiker:innen am 12. Februar bei einer Online-Podiumsdiskussion erörtern.

Veranstaltende der Podiumsdiskussion sind LSVD+ BW, Queeres Netzwerk BW, Queerfeministisches Kollektiv Heidelberg

Die Podiumsdiskussion findet am Donnerstag, 12. Februar, um 20 Uhr statt. Die Veranstaltung wird als Live-Stream auf YouTube übertragen und dauert voraussichtlich rund 90 Minuten.

Für die Diskussion zugesagt haben:

  • Oliver Hildenbrand (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Florian Wahl (SPD)
  • Isabell Huber (CDU)
  • Saltanat Abduvaliev (Die Linke)

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Jj Link (Sprechendenrat Queeres Netzwerk BW) und Patrick Dörr (Bundesvorstand LSVD+).

Hier geht es zum Livestream auf YouTube.
Fragen aus dem Publikum können während der Veranstaltung über die Kommentarfunktion (Chat) auf YouTube eingebracht werden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Fritz Bauer: Einladung zu Film und Podiumsdiskussion am 17. Januar in Stuttgart

Wir laden ein zu einer Film- und Diskussionsveranstaltung anlässlich des Gedenktags für die Opfer der NS-Diktatur am Samstag, 17. Januar. Gezeigt wird zuerst der Film „Die Akte General“, anschließend gibt es eine Diskussion zum Thema „Wie das demokratische Vorbild Fritz Bauer in Stuttgart sichtbarer machen?“.

Demokratische Werte stehen unter Druck, während rassistische und queerfeindliche Haltungen wieder sichtbarer werden. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Städte heute Haltung zeigen – und welche Persönlichkeiten sie als Vorbilder für Gerechtigkeit, Vielfalt und Menschenrechte sichtbar machen. In Stuttgart wäre es dringend nötig, Fritz Bauer sichtbarer zu machen und sein schaffen nicht nur im Engagement gegen den Nationalsozialismus, sondern auch gegen den Paragrafen 175 zu ehren.

Am 17. Januar lädt daher die AG Queere Erinnerungskultur „Der Liebe wegen“ des Weissenburg e.V. zusammen mit der IG CSD Stuttgart und dem LSVD+ Baden-Württemberg zu Filmvorführung und Diskussion in die Weissenburg (Weißenburgstr. 28a, Stuttgart) ein. Um 18 Uhr wird der Film „Fritz Bauer: Die Akte General“ gezeigt, ab 20 Uhr schließt sich eine Podiumsdiskussion an, die auch ohne vorherigen Filmbesuch wahrgenommen werden kann.

Fritz Bauer, in Stuttgart geboren, ist vor allem als Initiator der Auschwitz-Prozesse bekannt und steht wie kaum ein anderer für die juristische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik. Weniger bekannt ist sein langjähriger Einsatz gegen das §175-Unrecht und für die Entkriminalisierung einvernehmlicher (homo-)sexueller Handlungen zwischen Erwachsenen – ein Aspekt seines Wirkens, der im Laufe des Abends ebenfalls aufgegriffen wird.

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die noch bis zum 23.1.2026 laufende Unterschriftenaktion „Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer – auch als Vorkämpfer gegen das §175-Unrecht„. Zwar würdigt die Stadt Stuttgart Fritz Bauers Lebenswerk ausdrücklich, verweist jedoch auf rechtliche Bedenken gegen eine posthume Ehrenbürgerschaft. Die Veranstaltenden nehmen dies zum Anlass, die Debatte zu öffnen und gemeinsam mit der Stadtgesellschaft darüber zu sprechen, wie eine demokratische Stadt Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und das Engagement von Persönlichkeiten wie Fritz Bauer dauerhaft sichtbarer machen kann. In diesem Zusammenhang wird auch der Vorschlag einer Fritz-Bauer-Ehrung als möglicher neuer Weg der öffentlichen Würdigung diskutiert – ausdrücklich als offener Impuls und nicht als festgelegtes Ergebnis. Als Orientierung dient unter anderem die Otto-Hirsch-Auszeichnung, mit der in Stuttgart seit 1985 Engagement für die christlich-jüdische Zusammenarbeit gewürdigt wird.

Auf dem Podium vertreten sein werden:

  • Elke Banabak, Geschäftsführerin der Initiative Lern-  und Gedenkort Hotel Silberr
  • Andreas Keller, Zeichen der Erinnerung
  • Dr. Axel Nothardt, Verbindungslehrer des Wagenburg-Gymnasiums
  • Ralf Bogen, AG Queere Erinnerungskultur „Der Liebe wegen“ des Weissenburg e.V.

Moderiert wird die Veranstaltung von Sven Tröndle, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Weissenburg e.V.. Mit einem Grußwort von Barbara Straub, Leiterin der Abteilung für Chancengleichheit der Landeshauptstadt Stuttgart. 

Natürlich ist auch für alle anderen Gäste möglich, sich an der Diskussion zu beteiligen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Erinnerungskultur demokratische Werte stärken, Rassismus und Queerfeindlichkeit entgegenwirken und für alle spannend gestaltet werden kann.