Stuttgart: interfraktioneller Antrag für eine Ehrung von Fritz Bauer

Unsere Unterschriftenaktion zusammen mit AG Queere Erinnerungskultur „Der-Liebe-wegen“, IG CSD Stuttgart und Weissenburg, „Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer – auch im Kampf gegen das §175-Unrecht“, war erfolgreich: Noch vor der Sommerpause wurde von allen demokratischen Parteien und Wähler:innengemeinschaften (außer Freie Wähler) ein entsprechender interfraktioneller Antrag im Gemeinderat gestellt.

PULS, CDU, Die Grünen, SPD/Volt sowie das Bündnis aus Linke, SÖS und Tierschutzpartei haben gemeinsam am 16. Juli einen Antrag eingereicht, die Stadtverwaltung möge prüfen, dass und wie Fritz Bauer in Stuttgart posthum angemessen geehrt werden kann. Die Verwaltung werde beauftragt, eine entsprechende Satzungsregelung für das Stadtrecht auszuarbeiten und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen.

Unterschriften-Übergabe beim CSD-Neujahrsempfang am 23.01.26 Foto: IG CSD Stuttgart
Unterschriften-Übergabe beim CSD-Neujahrsempfang am 23.01.26 Foto: IG CSD Stuttgart

Außerdem solle die Verwaltung das Land Baden-Württemberg darum ersuchen, im Zuge der laufenden Planungen im Gerichtsviertel einen öffentlichen Platz zu realisieren, um diesen nach Dr. Fritz Bauer benennen zu können.

Den Antrag an den Gemeinderat und dessen Begründung findet ihr hier.

Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer: Stadt Stuttgart bringt neue Ehrungsform in Gespräch

Die Unterschriftenaktion „Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer – auch als Vorkämpfer gegen das §175-Unrecht“, die wir gemeinsam mit dem Projekt „Der Liebe wegen“, der Weissenburg und der IG CSD Stuttgart angestoßen haben, erfährt breite Unterstützung. Mehr als 1.200 Menschen unterstützen das Anliegen. Über 200 Kommentare auf der Plattform Open Petition bekräftigen den Wunsch, Fritz Bauer als demokratisches und moralisches Vorbild in Stuttgart sichtbarer zu machen. Nach Gesprächen mit dem zuständigen Amt in der Stadtverwaltung Stuttgart wird aber klar: Eine Ehrenbürgerschaft kann laut der baden-württembergischen Gemeindeordnung nicht posthum an jemanden verliehen werden. Wir wollen aber weitermachen, weil es andere Möglichkeiten gibt.

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