Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie am 17.5.

IDAHOT 2018. Foto: LSVD BW
IDAHOT 2018. Foto: LSVD BW

Seit 2005 wird der Internationale Tag gegen Homophobie jährlich am 17. Mai begangen. Mittlerweile widmet sich der Aktionstag auch der Transphobie und wird damit zum International Day Against Homo- and Transphobia – oder in der Kurzform zum IDAHOT. An diesem Tag wird weltweit Respekt eingefordert und aktiv Aufklärung betrieben. Die Aktionen am 17.5. wenden sich gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Vielfalt von Geschlecht. Sie sollen helfen, Diskriminierung sowie Gewalt zu bekämpfen. LSVD Baden-Württemberg und die IG CSD Stuttgart gestalten am 17. Mai (Freitag) gemeinsam wieder einen Infostand in der Stuttgarter Fußgängerzone und eine Kundgebung auf dem Kronprinzplatz.

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Kinderfreizeit auf der Wolfbühlhütte bei Gruibingen vom 1.9.-6.9.2019

Wolfbühlhütte

Kinderfreizeit auf der Wolfbühlhütte bei Gruibingen
für Kinder aus Regenbogenfamilien zwischen 6 und 12 Jahren

Sonntag 1.9.2019 – Freitag 6.9.2019

Hallo, liebe Rainbow-Kids,

eine Ferienwoche wollen wir mit Euch auf der Schwäbischen Alb durch Wald und Wiesen toben. Ballspiele, Stockbrot und Lagerfeuer, Capture the Flag und Nachtwanderung, Bannemann und Schnitzeljagd. Wer kommt mit?

Wir sind mit der Ausschreibung spät dran, manches hat uns in der Planung sehr aufgehalten, daher bräuchten wir bis zum 10.05.2019 Eure verbindlichen Anmeldungen, um zu sehen, ob alle schon Ihren Urlaub anderswo geplant haben oder doch noch genügend Kinder da sind und mit auf die Wolfbühlhütte wollen.

Betreuung, Übernachtung, Vollpension (Tee inkl): 180,- € LSVD Mitglieder / 200,- € Nichtmitglieder.
Hinzu kommen Kosten für Getränke vor Ort. Private Anreise, evtl. in Fahrgemeinschaft.

Fragen und Anmeldung an: Heike Czarnetzki    zzgl01@online.de    01 73 / 83 55 684

LSVD Baden-Württemberg erwartet eine Entschuldigung von Annegret Kramp-Karrenbauer

Stuttgart. 05. März 2019. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg ist entsetzt über die Äußerungen  der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer beim diesjährigen Stockacher Narrengericht. Die CDU-Vorsitzende hatte sich bei einer Karnevalsveranstaltung  über Toiletten für trans- und intergeschlechtliche Menschen lustig gemacht.  

“Die Äußerungen der CDU-Vorsitzenden waren verletzend und unangebracht.  Auch in der närrischen Jahreszeit sind solche Witze auf Kosten von Minderheiten völlig inakzeptabel.  Wir empfehlen Annegret Kramp-Karrenbauer, sich einmal mit trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu treffen und ihnen  zuzuhören. . Ein solcher Dialog könnte die CDU-Vorsitzende nachhaltig sensibilisieren. “, so Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand des LSVD Baden-Württemberg.

Ärzt*innen in Deutschland unternehmen bis heute unnötige Genitaloperationen an Kindern. Diese Operationen sind keine Heileingriffe, sondern verletzen massiv die Menschenrechte, Selbstbestimmung und Würde von intergeschlechtlichen Menschen.

“Es ist ein unvorstellbares Leid, das viele intergeschlechtliche Menschen in ihrem Leben erfahren haben und immer noch erfahren. Anfeindungen und Diskriminierung von Trans* sind ebenso noch an der Tagesordnung. Witze über sie, auch wenn sie nicht in böser Absicht erfolgen, müssen wie Hohn bei den Betroffenen ankommen.”

Um das jetzige, seit Anfang Januar gültige Gesetz wurde hart gekämpft und auch dieses ist eigentlich nicht ausreichend. Vor allem muss es jetzt darum gehen, dass die Politik das Gesetz auch in allen Alltagsbereichen und im öffentlichen Leben durchsetzt. Mit neu gestalteten Stellenanzeigen und der Möglichkeit des alternativen dritten Geschlechtseintrags in das Geburtenregister und damit persönliche Dokumente ist es nicht getan. Es ist Aufgabe der Regierungen in Bund und Ländern, weitere Diskriminierung und Verletzungen der Persönlichkeitsrechte zu verhindern.

In diesem Zusammenhang irritiert auch, dass ausgerechnet eine Vertreterin der Regierungspartei genau dies durch den Kakao zieht, anstatt die Durchsetzung des Gesetzes mitzutragen und all denen außerhalb und auch innerhalb ihrer Partei Mut zu machen, die sich bereits seither in der Antidiskriminierungsarbeit aufgerieben haben.

Unter anderem wäre dies auch deswegen wichtig, damit alle, auch LSBTTIQ, wirklich ausgelassen und fröhlich Fastnacht, Fasching oder Karneval feiern können, in Berlin genauso wie in Köln oder in der schwäbischen oder saarländischen Provinz.

Materialien: Ratgeber für inter- und transgeschlechtliche Menschen des LSVD

Einladung zum 2. Aktionstag und zum 22. Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg am 9.3.2019

Foto: Caro Kadatz / LSVDLiebe*r Vereinsangehörige*r,
liebe*r Freund*in,

wir laden Dich ganz herzlich zum 2. Aktionstag „Unter dem Regenbogen“ des LSVD Baden-Württemberg in die Jugendherberge Stuttgart International ein. Im Rahmen dieses Tages wird auch der 22. Verbandstag unseres Landesverbandes stattfinden. Alle Teilnehmenden des Aktionstages sind herzlich eingeladen auch am Verbandstag teilzunehmen.

Wann? Samstag, 09. März 2019 ab 15:45 Uhr (Beginn des Verbandstages 19:00 Uhr)

Wo? Jugendherberge Stuttgart International (Raum: Kairo)
Haußmannstr. 27 in 70188 Stuttgart
 

Im Rahmen des Aktionstages erwarten Dich spannende Foren zu den folgenden Themen:

  • „Ehe für Alle“-Allgemeine und wichtige Informationen zur Eheschließung
  • Kinderwunsch & Regenbogenfamilien-Informationen rund um den Kinderwunsch. Thementische, Insemination, Pflegekinder, Adoption
  • Leben und Wohnen im Alter

Weitere Informationen zum Programm des Aktionstages findest Du am Ende dieser Seite. Im Anschluss an den Aktionstag findet der 22. Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg statt.

Einladung als pdf

Programm des Aktionstages

Tagesordnungsvorschlag zum Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg

  1. Begrüßung
  2. Wahl des Versammlungsleitenden
  3. Wahl des Protokollführenden
  4. Beschluss über die Tagesordnung / Feststellung der satzungsgemäßen Ladung
  5. Vorstellung der geplanten Satzungsänderung
  6. Abstimmung über den neuen Satzungsentwurf
    (1.Gendergerecht, 2. Ergänzung Abschnitt Regenbogenfamilien)
  7. Tätigkeitsberichte des Vorstandes
  8. Bericht aus dem Bundesverband
  9. Finanzbericht Schatzmeister*in
  10. Entlastung des Vorstandes und Schatzmeister*in
  11. Wahl der Kassenprüfung
  12. Wahl von Vorstandspersonen
  13. Tätigkeitsberichte der Gruppen, ILSE, Gay and Gray
  14. Ausblick auf 2019 / 2020
  15. Allgemeine Fragen/Diskussion

Entwurf zur Satzungsänderung als pdf

Wir freuen uns alle auf Deine Teilnahme! Für Rückfragen stehen Dir die Personen des Landesvorstandes Baden-Württemberg jederzeit gerne zur Verfügung.

Um besser planen zu können, bitten wir um Deine Rückmeldung. Wir sind erreichbar unter E-Mail ba-wue@lsvd.de oder Telefon  01577 469 78 78 (Brigitte Aichele-Frölich)..

Mit herzlichen Grüßen

Brigitte Aichele-Frölich
Katharina Binder
Marion Lüttig
Kerstin Fritzsche
Ulrike Goth

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1. LSVD-Stammtisch

Letztes Jahr sind wir öfters angesprochen worden, wo mensch uns denn mal treffen kann oder ob wir einen Stammtisch haben. Stimmt: Richtig präsent waren wir vom Vorstand vorher auf jeden Fall nur beim CSD in Stuttgart und beim IDAHOTI, gegebenenfalls auf anderen Veranstaltungen, aber dann eher kurzfristig und nicht geplant. Für 2019 war klar: Das muss sich ändern! Und wir wiederum wollen ja auch unsere Vereinsangehörigen und neue Interessierte gerne kennen lernen.

Foto: LSVD BW
Foto: LSVD BW

Also fand der erste LSVD-Stammtisch für Baden-Württemberg am vergangenen Samstag (9. Februar) im “Ruben’s” in Stuttgart statt. Es ging um unsere Pläne für 2019, den erstarkenden Rechtspopulismus im Ländle und überall, LSBTTIQ-Themen in der Schule und Lesbischsein auf dem Land – wir denken, für alle eine gelungene Veranstaltung. Der nächste Stammtisch Anfang März muss ausfallen, da wir dann unseren Verbandstag haben und danach diverse Fastnachts-Veranstaltungen sind. Aber am 6. April gibt’s dann wieder einen. Und hoffentlich wird dieser richtig, richtig divers – denn am Samstag waren wir “nur” Frauen.

2019 wird bunt und vielfältig

Gerade liegt ein aufregendes, volles 2018 hinter uns, mit ganz viel Unterstützung von Euch, und schon ist – zack! – der erste Monat des neuen Jahres 2019 auch schon um. Wahnsinn.

Gerade erst waren wir doch mit dem CSD-Stuttgart-Team auf der Bühne beim IDAHOTI, haben mit Passanten diskutiert, mit den Regenbogenfamilien auf dem Stuttgarter Christopher Street Day in der Bimmelbahn die Vielfalt zelebriert und gegen alle Angriffe von Rechts unsere Lebensentwürfe verteidigt, vor allem zusammen mit der großen Bürgergesellschaft bei einer riesigen Kundgebung Mitte September in Stuttgart. Im Herbst haben wir den dritten Regenbogenfamilientag veranstaltet, konnten wir ein Jahr Ehe-Öffnung feiern und die Gründung einer neuen ILSE-Gruppe in Göppingen.

Foto: Kerstin Fritzsche
Foto: Kerstin Fritzsche
Foto: Kerstin Fritzsche
Foto: Kerstin Fritzsche

Bundes- und landespolitisch ist einiges passiert, das uns beeinflusst hat. Das Wichtigste, zumal es ab 2019 zum Tragen kommt: Nach langem Ringen hat das Bundeskabinett im August eine kleine Reform des Geschlechtseintrags, in der medialen Diskussion “drittes Geschlecht” genannt, beschlossen. Seit Anfang des Jahres ist es möglich, neben “weiblich” und “männlich” auch “divers” eintragen zu lassen. Für uns und alle anderen Verbände und Aktivist_innen, die für eine umfassendere Regelung gekämpft haben, ist das enttäuschend. Denn zum einen ist der Begriff “divers” nicht zufriedenstellend, zum anderen betrifft die Neuregelung des Personenstandsrechts nur “Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung” (so die gesetzliche Definition). Es muss aber allen Menschen ermöglicht werden, entsprechend ihrer subjektiven Geschlechtsidentität leben zu können und dementsprechend identitätsrechtlich anerkannt zu werden.

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