Kinderfreizeit auf der Wolfbühlhütte bei Gruibingen vom 6.9.-11.9.2020

Wolfbühlhütte

Kinderfreizeit auf der Wolfbühlhütte bei Gruibingen
für Kinder aus Regenbogenfamilien zwischen 6 und 12 Jahren

Sonntag 6.9.2020 – Freitag 11.9.2020

Hallo, liebe Rainbow-Kids,

eine Ferienwoche lang wollen wir mit Euch auf der Schwäbischen Alb durch Wald und Wiesen toben. Ballspiele, Stockbrot und Lagerfeuer, Capture the Flag und Nachtwanderung, Bannemann und Schnitzeljagd. Wer kommt mit?

Fragen und Anmeldung an: Heike Czarnetzki, Email: czarnetzki.lsvd@gmail.com,
Fon: 01 73 / 83 55 684

Damit wir gut planen können meldet Euch bitte bis zum 01.05.2020 an (wir brauchen mindestens 15 Teilnehmende zur Kostendeckung).

Kosten für Betreuung, Übernachtung, Vollpension (Tee inkl.):
200,- € (LSVD Mitglieder) / 220,-€ (Nichtmitglieder)
(Hinzu kommen Kosten für Getränke vor Ort (außer Tee) und die privat zu organisierende Anreise, evtl. in Fahrgemeinschaft.)

Die Zeit drängt. Bitte unterschreibt die Petition: Wir fordern “Gleiche Rechte für Regenbogenfamilien”!

Mit dem Inkrafttreten des Adoptionshilfegesetzes zum 01. Juli 2020 wird sich die Situation von lesbischen Familien weiter verschlechtern, wenn nicht rechtzeitig eine Reform des Abstammungsrechts in Kraft tritt. Denn auch zweieinhalb Jahre nach der Eheöffnung gibt es für Zwei-Mütter-Familien noch keine Gleichstellung im Abstammungsrecht! Und für diese Reform gibt es bislang auch keinen Zeitplan! Die Diskriminierung und Bevormundung wird sich für diese Regenbogenfamilien dann weiter verschärfen.

Der LSVD hat zusammen mit allout eine Petition an Bundesjustizministerin Christine Lambrecht gestartet. Lesbische Mütter mit ihren Kindern dürfen nicht zu den Leidtragenden einer verschleppten Abstammungsreform werden. Hier kannst Du die Petition “Gleiche Rechte für Regenbogenfamilien” unterschreiben.

Wir fordern: Beide Mütter müssen von Geburt an gleichberechtigte Eltern ihres Kindes sein können. Ein modernes Abstammungsrecht muss alle Regenbogenfamilien zudem in ihrer Vielfalt endlich rechtlich anerkennen und absichern! Die jetzige rechtliche Diskriminierung geht zu Lasten der Absicherung von Kindern in Regenbogenfamilien. Kein Kind darf jedoch aufgrund seiner Familienform benachteiligt werden.

Wir brauchen Euch und Eure Unterschriften, um öffentlich Druck zu machen. Bitte macht auch andere auf die Petition aufmerksam. Wir brauchen euch!

Weitere ausführliche Information findet Ihr hier bei unserem LSVD Bundesverband.

https://action.allout.org/de/a/regenbogenfamilien/

Geld für den Aktionsplan BW, für ein Queeres Zentrum in Mannheim und LSBTTIQ in Stuttgart

Wir sind in Baden-Württemberg mit äußerst guten queeren Nachrichten ins neue Jahr gestartet! Für die kommenden beiden Haushaltsjahre ist der Aktionsplan “Für Akzeptanz und gleiche Recht”“ finanziert – und es gibt sogar extra Geld für ein Sonderforschungsprojekt zu lesbischer Sichtbarkeit. Und: Mannheim bekommt ein Queeres Zentrum, in Stuttgart wird eine Machbarkeitsstudie für ein Regenbogenhaus gefördert – und einiges mehr.

© Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

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Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie am 17.5.

IDAHOT 2018. Foto: LSVD BW
IDAHOT 2018. Foto: LSVD BW

Seit 2005 wird der Internationale Tag gegen Homophobie jährlich am 17. Mai begangen. Mittlerweile widmet sich der Aktionstag auch der Transphobie und wird damit zum International Day Against Homo- and Transphobia – oder in der Kurzform zum IDAHOT. An diesem Tag wird weltweit Respekt eingefordert und aktiv Aufklärung betrieben. Die Aktionen am 17.5. wenden sich gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Vielfalt von Geschlecht. Sie sollen helfen, Diskriminierung sowie Gewalt zu bekämpfen. LSVD Baden-Württemberg und die IG CSD Stuttgart gestalten am 17. Mai (Freitag) gemeinsam wieder einen Infostand in der Stuttgarter Fußgängerzone und eine Kundgebung auf dem Kronprinzplatz.

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LSVD Baden-Württemberg erwartet eine Entschuldigung von Annegret Kramp-Karrenbauer

Stuttgart. 05. März 2019. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg ist entsetzt über die Äußerungen  der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer beim diesjährigen Stockacher Narrengericht. Die CDU-Vorsitzende hatte sich bei einer Karnevalsveranstaltung  über Toiletten für trans- und intergeschlechtliche Menschen lustig gemacht.  

“Die Äußerungen der CDU-Vorsitzenden waren verletzend und unangebracht.  Auch in der närrischen Jahreszeit sind solche Witze auf Kosten von Minderheiten völlig inakzeptabel.  Wir empfehlen Annegret Kramp-Karrenbauer, sich einmal mit trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu treffen und ihnen  zuzuhören. . Ein solcher Dialog könnte die CDU-Vorsitzende nachhaltig sensibilisieren. “, so Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand des LSVD Baden-Württemberg.

Ärzt*innen in Deutschland unternehmen bis heute unnötige Genitaloperationen an Kindern. Diese Operationen sind keine Heileingriffe, sondern verletzen massiv die Menschenrechte, Selbstbestimmung und Würde von intergeschlechtlichen Menschen.

“Es ist ein unvorstellbares Leid, das viele intergeschlechtliche Menschen in ihrem Leben erfahren haben und immer noch erfahren. Anfeindungen und Diskriminierung von Trans* sind ebenso noch an der Tagesordnung. Witze über sie, auch wenn sie nicht in böser Absicht erfolgen, müssen wie Hohn bei den Betroffenen ankommen.”

Um das jetzige, seit Anfang Januar gültige Gesetz wurde hart gekämpft und auch dieses ist eigentlich nicht ausreichend. Vor allem muss es jetzt darum gehen, dass die Politik das Gesetz auch in allen Alltagsbereichen und im öffentlichen Leben durchsetzt. Mit neu gestalteten Stellenanzeigen und der Möglichkeit des alternativen dritten Geschlechtseintrags in das Geburtenregister und damit persönliche Dokumente ist es nicht getan. Es ist Aufgabe der Regierungen in Bund und Ländern, weitere Diskriminierung und Verletzungen der Persönlichkeitsrechte zu verhindern.

In diesem Zusammenhang irritiert auch, dass ausgerechnet eine Vertreterin der Regierungspartei genau dies durch den Kakao zieht, anstatt die Durchsetzung des Gesetzes mitzutragen und all denen außerhalb und auch innerhalb ihrer Partei Mut zu machen, die sich bereits seither in der Antidiskriminierungsarbeit aufgerieben haben.

Unter anderem wäre dies auch deswegen wichtig, damit alle, auch LSBTTIQ, wirklich ausgelassen und fröhlich Fastnacht, Fasching oder Karneval feiern können, in Berlin genauso wie in Köln oder in der schwäbischen oder saarländischen Provinz.

Materialien: Ratgeber für inter- und transgeschlechtliche Menschen des LSVD