Einladung zum 2. Aktionstag und zum 22. Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg am 9.3.2019

Foto: Caro Kadatz / LSVDLiebe*r Vereinsangehörige*r,
liebe*r Freund*in,

wir laden Dich ganz herzlich zum 2. Aktionstag „Unter dem Regenbogen“ des LSVD Baden-Württemberg in die Jugendherberge Stuttgart International ein. Im Rahmen dieses Tages wird auch der 22. Verbandstag unseres Landesverbandes stattfinden. Alle Teilnehmenden des Aktionstages sind herzlich eingeladen auch am Verbandstag teilzunehmen.

Wann? Samstag, 09. März 2019 ab 15:45 Uhr (Beginn des Verbandstages 19:00 Uhr)

Wo? Jugendherberge Stuttgart International (Raum: Kairo)
Haußmannstr. 27 in 70188 Stuttgart
 

Im Rahmen des Aktionstages erwarten Dich spannende Foren zu den folgenden Themen:

  • „Ehe für Alle“-Allgemeine und wichtige Informationen zur Eheschließung
  • Kinderwunsch & Regenbogenfamilien-Informationen rund um den Kinderwunsch. Thementische, Insemination, Pflegekinder, Adoption
  • Leben und Wohnen im Alter

Weitere Informationen zum Programm des Aktionstages findest Du am Ende dieser Seite. Im Anschluss an den Aktionstag findet der 22. Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg statt.

Einladung als pdf

Programm des Aktionstages

Tagesordnungsvorschlag zum Verbandstag des LSVD Baden-Württemberg

  1. Begrüßung
  2. Wahl des Versammlungsleitenden
  3. Wahl des Protokollführenden
  4. Beschluss über die Tagesordnung / Feststellung der satzungsgemäßen Ladung
  5. Vorstellung der geplanten Satzungsänderung
  6. Abstimmung über den neuen Satzungsentwurf
    (1.Gendergerecht, 2. Ergänzung Abschnitt Regenbogenfamilien)
  7. Tätigkeitsberichte des Vorstandes
  8. Bericht aus dem Bundesverband
  9. Finanzbericht Schatzmeister*in
  10. Entlastung des Vorstandes und Schatzmeister*in
  11. Wahl der Kassenprüfung
  12. Wahl von Vorstandspersonen
  13. Tätigkeitsberichte der Gruppen, ILSE, Gay and Gray
  14. Ausblick auf 2019 / 2020
  15. Allgemeine Fragen/Diskussion

Entwurf zur Satzungsänderung als pdf

Wir freuen uns alle auf Deine Teilnahme! Für Rückfragen stehen Dir die Personen des Landesvorstandes Baden-Württemberg jederzeit gerne zur Verfügung.

Um besser planen zu können, bitten wir um Deine Rückmeldung. Wir sind erreichbar unter E-Mail ba-wue@lsvd.de oder Telefon  01577 469 78 78 (Brigitte Aichele-Frölich)..

Mit herzlichen Grüßen

Brigitte Aichele-Frölich
Katharina Binder
Marion Lüttig
Kerstin Fritzsche
Ulrike Goth

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Es tut sich was in der Stadt – Vertretung des Themas LSBTTIQ in der Stadt Stuttgart

Es gibt zur Zeit in der Stadtpolitik Überlegungen, eine neue Stelle für
eine*n spezielle*n Beauftragte*n für LSBTTIQ bei der Stadt Stuttgart
einzurichten. Grundsätzlich begrüßen wir solche Überlegungen. Gemeinsam
mit anderen Einrichtungen aus der Community wünschen wir uns jedoch
stattdessen, dass die bereits vorhandenen Strukturen gestärkt werden.

Lest selbst in unserer gemeinsamen Stellungnahme und im Begleittext. Gerne können weitere Organisationen aus der Community die Stellungnahme
mitzeichnen.

Unterschriebene Stellungnahme (pdf)

Begleittext zur Stellungnahme (pdf)

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Save the date! Bodensee Camping vom 5. – 7. Juli 2019

Liebe Regenbogenfamilien,
Liebe Ilses,

Liebe Kinder und liebe Jugendliche,

die ILSE-Süd/LesFam (Initiative Schwul- Lesbischer Eltern, organisiert im LSVD) lädt euch ganz herzlich zum alljährlichen Zeltwochenende an den Bodensee, ein.

Wann: vom 5. bis 7. Juli 2019 (Anreise ab 14 bis 19 Uhr)
Wo: Campingplatz „Fliesshorn“ in Konstanz-Dingelsdorf

Der Campingplatz Fliesshorn ist ein absoluter Bodensee Geheim-Tipp. Dieser Platz ist ruhig gelegen, mit viel Grün, direkt am Wasser und hat nichts von dem Massenbetrieb-Klima von vielen Plätzen am Bodensee. Ein Blick auf die Internetseite (www.bodensee-camping-fliesshorn.de) lohnt sich, besonders den Rundgang, um sich darauf einzustimmen! Dort gibt es auch die Möglichkeit Kanus auszuleihen. Nach wie vor sind die sanitären Anlagen sehr modern; es gibt ein kleines Restaurant und ein Kiosk. Der Strand ist etwas steinig – bitte Wasserschuhe mitbringen – aber das Wasser an dieser Stelle ist sehr, sehr flach, so dass es bestens für Kleinkinder und (Noch-)Nicht-Schwimmer geeignet ist. Hunde sind erlaubt; sie müssen auf dem Campingplatz an die Leine bleiben und dürfen unweit vom Schwimmerstrand ins Wasser.

Wir haben ein reserviertes Areal, so dass Kleinbusse, Homo-Womo und Zelte beieinander sein können! Bringt bitte Tische und Stühle mit, damit wir gemeinsam am Tisch essen und verweilen können; jede Familie versorgt sich jedoch selbst mit Essen, Trinken, Grillgut, etc. Gerne können wir am Grillabend ein Buffet errichten.

Fragen und Anmeldung  bitte bei Lisa Green, E-Mail: docgreen69@gmail.com

Bitte angeben bei der Anmeldung für das Bodensee Camping 2019
Familienname(n):, Erwachsene(n):, Kind 1 (Name/Alter):,Kind 2 (Name/Alter) etc:
Anzahl Zelt (e) oder Wohnwagen, Wohnmobil oder Campingbus.

 

2019 wird bunt und vielfältig

Gerade liegt ein aufregendes, volles 2018 hinter uns, mit ganz viel Unterstützung von Euch, und schon ist – zack! – der erste Monat des neuen Jahres 2019 auch schon um. Wahnsinn.

Gerade erst waren wir doch mit dem CSD-Stuttgart-Team auf der Bühne beim IDAHOTI, haben mit Passanten diskutiert, mit den Regenbogenfamilien auf dem Stuttgarter Christopher Street Day in der Bimmelbahn die Vielfalt zelebriert und gegen alle Angriffe von Rechts unsere Lebensentwürfe verteidigt, vor allem zusammen mit der großen Bürgergesellschaft bei einer riesigen Kundgebung Mitte September in Stuttgart. Im Herbst haben wir den dritten Regenbogenfamilientag veranstaltet, konnten wir ein Jahr Ehe-Öffnung feiern und die Gründung einer neuen ILSE-Gruppe in Göppingen.

Foto: Kerstin Fritzsche
Foto: Kerstin Fritzsche
Foto: Kerstin Fritzsche
Foto: Kerstin Fritzsche

Bundes- und landespolitisch ist einiges passiert, das uns beeinflusst hat. Das Wichtigste, zumal es ab 2019 zum Tragen kommt: Nach langem Ringen hat das Bundeskabinett im August eine kleine Reform des Geschlechtseintrags, in der medialen Diskussion “drittes Geschlecht” genannt, beschlossen. Seit Anfang des Jahres ist es möglich, neben “weiblich” und “männlich” auch “divers” eintragen zu lassen. Für uns und alle anderen Verbände und Aktivist_innen, die für eine umfassendere Regelung gekämpft haben, ist das enttäuschend. Denn zum einen ist der Begriff “divers” nicht zufriedenstellend, zum anderen betrifft die Neuregelung des Personenstandsrechts nur “Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung” (so die gesetzliche Definition). Es muss aber allen Menschen ermöglicht werden, entsprechend ihrer subjektiven Geschlechtsidentität leben zu können und dementsprechend identitätsrechtlich anerkannt zu werden.

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Dokumentation des dritten Regenbogenfamilientages Stuttgart 2018 ist veröffentlicht

Zum drittten Mal, am 22. September 2018, veranstaltete der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg in Kooperation mit der Abteilung für individuelle Chancen-gleichheit für Frauen und Männer der Landeshauptstadt Stuttgart einen Regenbogenfamilientag im Stuttgarter Rathaus für Regenbogenfamilien, ihr Unterstützerumfeld und interessierte Fachkräfte. An dieser Stelle danken wir auch dem Ministerium für Soziales und Integration für die finanzielle Unterstützung. Nun ist die Dokumentation erschienen und kann hier heruntergeladen werden: Dokumentation Regenbogenfamilienseminar 2018.

Während für die Kinder und Jugendlichen ein tolles Rahmenprogramm geboten wurde, gab es im Sitzungssaal des Rathauses interessante Vorträge und mit verschiedenen Themeninseln Möglichkeiten zum Austausch für die Teilnehmer*innen. Im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion wurde unter der Überschrift „Mit Regenbogenfamilien
neue Wege gehen – konkret für Stuttgart“ mit Stadträten und Stadträtinnen über Bedarfe und konkrete Ideen für Stuttgart diskutiert.

Die Teilnehmer*innen der Podiumsdiskussion waren sich einig: In Stuttgart ist noch Einiges zu tun für Regenbogenfamilien in ihrer Vielfalt, aber schon heute ist die große Bereitschaft und Aufgeschlossenheit der politischen Fraktionen im Gemeinderat und der Stadtverwaltung, die vielfältigen Bedarfe adäquat aufzugreifen, in vielen Bereichen spürbar und führt zu positiven Veränderungen.

Katharina Binder vom Landesvorstand LSVD Baden-Württemberg verdeutlichte mit Ergebnissen einer Umfrage, was sich Regenbogenfamilien an Unterstützung wünschen. Besonders im Fokus steht das Bedürfnis nach geschützten Räumen, um sich mit anderen Regenbogeneltern zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem haben Regenbogenfamilien den Wunsch, ihre Kinder zu stärken und sich mit anderen Kindern aus Regenbogenfamilien zu treffen. Auch Beratung zu ihrer Familienform und Besonderheiten, die damit verbunden sind, fehlt den Regenbogenfamilien. Für diese vielfältigen Bedürfnisse wäre es ideal, eine Anlauf-, Fach- und Beratungsstelle für Regenbogenfamilien, ähnlich wie in München, aufzubauen.

Der Dialog geht weiter, die Anregungen des Tages werden wir weiterverfolgen. Danke an alle Beteiligten und Unterstützer für ihr Engagement.


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Halbjahresprogramm 2019 der Stuttgarter Gruppe Gay & Gray ist da!

Die Stuttgarter Gruppe Gay & Gray Gruppe bietet seit vielen Jahren für Schwule und Lesben ab der Lebensmitte eine Plattform für gemeinsame Aktivitäten durch regelmäßige, lockere Treffs, thematische Abende zu praktischen Lebensfragen sowie unterhaltsame Freizeitaktivitäten in der Region.

Besonderes Highlight sind die monatlichen Ausflüge, die mit viel Liebe zusammengestellt und geplant werden. Nun stehen mit dem neuen Halbjahresprogramm für das 1. Halbjahr 2019 die neuen Termine fest und die Ausflüge sind geplant. Die Gruppe freut sich über jedes neues Gesicht!

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Wer hilft mit? Spendenaktion für Autismusassistenzhund Ditschi

Uns hat heute ein liebevoller Brief zweier Papas aus dem Kaiserstuhl erreicht, die auf Unterstützung und Weiterverbreitung in der Community hoffen, damit ihrem kleinen tapferen Sohn mit seinem neuen Freund, dem Autismusassistenzhund Ditschi besser geholfen werden kann. Mit der Spendenaktion soll vor allem die Ausbildung von Ditschi zu einem Autismusassistenzhund, die von speziellen Trainern über drei Jahre hinweg erfolgt, ermöglicht werden. Bitte lest das und helft mit, wenn Ihr könnt. Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit:

https://www.leetchi.com/c/ditschi-autismusassistenzhund-und-freund-fuers-leben

Der Hund Ditschi hat mittlerweile auch seine eigene Facebook-Seite, auf der Ihr seiner Geschichte folgen könnt.

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Landessynode Württemberg streitet über öffentliche Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren

Lesben- und Schwulenverband kritisiert eingebrachten Entwurf

Stuttgart, 29. November 2018. Gestern hat die 15. Württembergische Evangelische Landessynode es wiederholt versäumt, die Traugottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Ein Antrag, der zumindest die öffentliche Segnung erlauben würde, wurde zwar in die Synode eingebracht, eine endgültige Entscheidung fällt jedoch erst im Frühjahr 2019. Der Entwurf sieht vor, Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren in einem öffentlichen Gottesdienst in bis zu einem Viertel der Kirchengemeinden zu ermöglichen, wenn eine Dreiviertelmehrheit des Kirchengemeinderats und der Pfarrer*innen dieser zustimmt. Der Kirchenrat darf jedoch erst darüber entscheiden, wenn er vorher vom Oberkirchenrat dazu ermächtigt wurde. An der Praxis der nicht öffentlichen Segnungen im Rahmen der Seelsorge soll festgehalten werden. Weiterlesen

Neue ILSE Gruppe in Göppingen und Umgebung für Regenbogenfamilien mit Kleinkindern

Neue ILSE Gruppe in Göppingen und Umgebung für Regenbogenfamilien mit Kleinkindern (unter 5 Jahren)

Wir wollen Regenbogenfamilien mit Kindern in Göppingen und Umgebung eine Möglichkeit geben, sich regelmäßig auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und weiterzugeben. Themen wie Kinderwunsch und das Leben mit Kleinkindern sollen ebenso ein Forum finden wie Kindergarten, Schulanfang/-wechsel, Umgang mit Diskriminierung etc.

 Seit November 2018 treffen wir uns regelmäßig einmal im Monat jeweils am letzten Sonntag um 14 Uhr im Haus der Familie in Göppingen.

Die Treffen sind offen für alle Regenbogenfamilienmitglieder: Mamas, Mamis, Papas, Papis oder auch Großeltern – alle, die sich als Teil der Regenbogenfamilie fühlen.

Wir bitten um Anmeldung unter ilse.goeppingen@lsvd.de

 Termine für das Jahr 2018

  1. November    14:00 Uhr

 Termine für das Jahr 2019

27. Januar             14:00 Uhr
24. Februar           14:00 Uhr
31. März                14:00 Uhr
28. April                 14:00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung unter ilse.goeppingen@lsvd.de
Herzliche Grüße Eure neue ILSE-Gruppe

P.S. Bitte weitersagen! Danke

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Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg eröffnet

Gemeinsam gegen Diskriminierung: Als elftes Bundesland ist Baden-Württemberg bereits 2013 dem Ruf der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefolgt und der Koalition gegen Diskriminierung beigetreten. Bereits seit Sommer 2018 läuft eine Online-Beratung für von Diskriminierung betroffene Bürgerinnen und Bürger. Am Montag, den 5.11.2018, wurde zudem die Antidiskriminierungsstelle des Landes (LADS) feierlich eröffnet.

Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg (LADS)

Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg (LADS) Foto: Kerstin Fritzsche 2018

Alle Menschen haben das Recht, gleich behandelt zu werden. Diskriminierung jeglicher Art ist per Gesetz verboten. Dazu gibt es seit dem 16. August 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Deutschland. Es bildet den Rahmen für den Schutz vor Diskriminierung und hat zum Ziel, Ansprüche und Rechtsfolgen bei Diskriminierungen im Arbeitsleben und im Zivilrecht zu regeln.

Viele Menschen wissen jedoch gar nicht, dass sie sich nach einer Diskriminierungserfahrung Hilfe suchen können. Das Netz der neuen LADS sieht im Flächenland Baden-Württemberg regionale Anlaufstellen vor. Sieben gibt es bereits, die achte steht vor der Eröffnung. Sie befinden sich außer in der Landeshauptstadt Stuttgart in Esslingen, Tübingen, Friedrichshafen, Freiburg, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim.

Das AGG sieht folgende Benachteiligungen: aus Gründen der ethnischen Herkunft oder aus rassistischen Gründen, aufgrund des Geschlechts eines Menschen, aufgrund seiner Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung, aufgrund des Alters oder der sexuellen Identität.

Die LADS mit ihren Beratungsstellen hat folgende Aufgaben: Beratung, Information, Sensibilisierung. Rechtliche Beratung kann die neue Stelle nicht leisten, unter anderem aus Gründen der Parteilichkeit als staatliche Stelle, die dem grün-geführten Sozialministerium von Manne Lucha unterstellt ist. Nach der vertraulichen und kostenfreien Beratung können Ratsuchende aber bei weiteren Schritten unterstützt oder an andere Stellen weitervermittelt werden. Eine Landesarbeitsgemeinschaft gegen Diskriminierung bringt Organisationen und ihre Haupt- und Ehrenamtlichen auf dem Feld der Antidiskriminierungsarbeit regelmäßig zusammen und ist kuratierend bzw. beratend für die LADS tätig. Gleichzeitig geht es darum, Menschen, die in diesem Bereich arbeiten oder ehrenamtlich tätig sind, zu empowern, so dass sie bei Anfragen und konkreten Problemen mit Diskriminierung ebenfalls kompetent agieren können.

Diskriminierung braucht keine Intention, Diskriminierung ist ein Ergebnis – das, was jemand empfindet“, so die Experten bei der Eröffnungsveranstaltung. Allzu oft finden sich Organisationen und Einzelpersonen in einer Rechtfertigungssituation wieder, und oft ist der Widerstand bei denen, die diskriminieren, hoch, weil sie sich selbst beispielsweise natürlich nicht als Rassist_in einschätzen würden. Insofern ist Sensibilisierung für Diskriminierung eine gesellschaftliche Aufgabe, die wir alle zusammen wahrnehmen müssen – damit die vielfältige Gesellschaft auch weiterhin sichtbar und wahrnehmbar bleibt.

Eröffnungsveranstaltung LADS am 5.11.2018 Foto: Kerstin Fritzsche

Wir als LSVD Baden-Württemberg erhoffen uns von der Arbeit der neuen LADS auch Daten und Dokumentation; beides ist als Grundlage unserer Arbeit wichtig. Zum Beispiel gab es im Jahr 2017 mehr als 300 Delikte im Bereich der sogenannten Hasskriminalität, von Beleidigungen bis hin zu sehr konkreter Gewalt. Wie viele davon sich gegen LSBTTIQ gerichtet haben, ist nicht erfasst. Statistiken darüber und mehr Dokumentation von Diskriminierungserfahrungen würden aber dafür sorgen, dass auch die Arbeit des LSVD sich besser legitimieren kann, dass man gemeinsam auf Erfahrungswerte zurückgreifen und letztlich auch andere Organisationen, beispielsweise eine regionale Beratungsstelle, besser unterstützen kann. Es geht um nicht weniger als gesellschaftlichen Zusammenhalt – gerade in Zeiten, in denen der Rechtspopulismus wieder erstarkt.

Weiterführende Links:

Zur Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg

www.antidiskriminierungsstelle-bw.de

www.lads-bw.de

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