Brigitte Lösch übernimmt die Schirmfrauschaft für BerTA

Unsere Schirmfrau Brigitte Lösch. Foto: Rebecca Rottler
Unsere Schirmfrau Brigitte Lösch. Foto: Rebecca Rottler

Wir freuen uns sehr, dass wir Brigitte Lösch, ehemalige Landtags- abgeordnete und langjährige queerpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, dafür gewinnen konnten, die Schirmfrauschaft für unsere Stuttgarter Beratungsstelle für Regenbogenfamilien BerTA zu übernehmen. Seit vielen Jahren schon unterstützt Brigitte die Belange von Regenbogenfamilien. Sie war beim International Equality Day (IFED) auf dem Killesberg, bei den Regenbogenfamilienseminaren in Stuttgart sowie bei den Regenbogenfamilientagen im Stuttgarter Rathaus als Rednerin dabei. Sie hat den LSVD BW in der Vergangenheit immer wieder unterstützt und wichtige Weichen auf dem Weg zu BerTA gestellt. Brigitte Lösch wird uns beim weiteren Aufbau von BerTA als Schirmfrau bestimmt weiterhin viele wertvolle Impulse geben.

Wir freuen uns auf die neue Zusammenarbeit mit Dir, Brigitte!

Unsere Beratungsstelle BerTA in Stuttgart ist eingeweiht!

Am 23. Juli haben wir BerTA, die neue Beratungsstelle für Regenbogenfamilien in Stuttgart, eingeweiht. BerTA steht für Beratung, Treffpunkt und Anlaufstelle für Regenbogenfamilien in Stuttgart. Die Beratungsstelle ist ein Ort der Begegnung und Vernetzung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* oder queere (werdende) Eltern bzw. alle, die es werden wollen, und Regenbogenfamilien in Stuttgart. Im September 2020 haben die Sozialpädagog*innen Rebecca Rottler und Mathias Bolter, gemeinsam mit Verwaltungsfachkraft Anja Herre, ihre Arbeit bei BerTA aufgenommen und bieten verschiedene Beratungs-, Informations- und Vernetzungsangebote an.

Einen kleine Nachbericht findet Ihr auf der Website von BerTa.

Zur Erinnerung und für alle, die nicht dabei sein konnten, einige Fotos für Euch:

Fotos: Rebecca Rottler

Keine Zustimmung zum Adoptionshilfegesetz!

Am Donnerstag hat der Bundestag das sogenannte Adoptionshilfegesetz verabschiedet. Neben sicherlich vielen guten Aspekten verschlechtert das Gesetz aber die Situation von lesbischen Ehen mit Kind oder Kindern.

Wird ein Kind in eine heterosexuelle Ehe hineingeboren, ist automatisch der Ehemann der Vater – egal, ob er auch der biologische Vater ist oder nicht. Bei lesbischen Eltern ist dies nicht so. Immer noch muss die Co-Mutter in einem teils langwierigen und unangenehmen Verfahren ihre “Eignung” als Erziehungsberechtigte beweisen. Zu dieser ohnehin schon schwierigen Situation würde mit dem Adoptionshilfegesetz für das Frauen-Paar hinzukommen, sich auch noch einer Beratung unterziehen und Behörden mutmaßlich bis ins Kleinste ihre Lebens- und Einkommensverhältnisse offenlegen zu müssen.

Kinder in Regenbogenfamilien sind Wunschkinder. Menschen, die hier Eltern seien wollen, nehmen sehr viel auf sich – auch finanziell – , um sich ihren Kinderwunsch erfüllen zu können. Die Elternschaft ist sorgfältig durchdacht und lange geplant. Zwei-Mütter-Familien sind Herkunftsfamilien. Das Verfahren der Stiefkindadoption ist hier völlig fehl am Platz. Es ist entwürdigend und in höchstem Maße diskriminierend, wenn der nicht-biologischen Co-Mutter durch Staat und Behörden erst einmal widersprochen wird, Mutter sein zu können.

Der LSVD Baden-Württemberg appelliert deshalb an die baden-württembergische Landesregierung: Bitte lassen Sie diese Diskriminierung nicht zu!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann, sehr geehrte Minister*innen, bitte lassen Sie das neue Adoptionshilfegesetz nicht im Bundesrat passieren. Bitte stimmen Sie nicht zu, damit wenigstens ein Vermittlungsausschuss eingesetzt werden kann. In einem anderen, weiteren Schritt muss dringend das Abstammungsrecht reformiert werden. Nur das wäre eine wirkliche Hilfe für Regenbogenfamilien. Wie lange sollen lesbische und schwule Eltern nach der Ehe-Öffnung noch warten, bis ihre Rechte auf diesem Gebiet verbessert werden? Bedenken Sie bitte, dass es hier auch um das Kindeswohl geht, und helfen Sie uns, indem Sie sich für eine Reform einsetzen.

Der Appell ging der Landesregierung in dieser Woche zu.

Wer sich weiterhin mit uns für eine Reform des Abstammungsrechts einsetzen möchte, kann hier unsere Petition unterschreiben.