CSD Stuttgart 2021: “So schön, wieder auf der Straße zu sein!”

Zwar unter Coronabedingungen, aber endlich wieder: nach 2 Jahren waren wir wieder gemeinsam auf den Stuttgarter Straßen, um für unsere Ziele und Forderungen zu demonstrieren und sichtbar zu sein! Laut Polizei haben zusammen mit den Zuschauer*innen insgesamt rund 20.000 Menschen friedlich demonstriert.

Abschluss war wie immer die Kundgebung auf dem Schlossplatz und eine Infomeile mit Infoständen der Inititativen und Vereine der LSBTTIQ-Community.

Copyright Fotos: Kerstin Fritzsche

Brigitte Lösch übernimmt die Schirmfrauschaft für BerTA

Unsere Schirmfrau Brigitte Lösch. Foto: Rebecca Rottler
Unsere Schirmfrau Brigitte Lösch. Foto: Rebecca Rottler

Wir freuen uns sehr, dass wir Brigitte Lösch, ehemalige Landtags- abgeordnete und langjährige queerpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, dafür gewinnen konnten, die Schirmfrauschaft für unsere Stuttgarter Beratungsstelle für Regenbogenfamilien BerTA zu übernehmen. Seit vielen Jahren schon unterstützt Brigitte die Belange von Regenbogenfamilien. Sie war beim International Equality Day (IFED) auf dem Killesberg, bei den Regenbogenfamilienseminaren in Stuttgart sowie bei den Regenbogenfamilientagen im Stuttgarter Rathaus als Rednerin dabei. Sie hat den LSVD BW in der Vergangenheit immer wieder unterstützt und wichtige Weichen auf dem Weg zu BerTA gestellt. Brigitte Lösch wird uns beim weiteren Aufbau von BerTA als Schirmfrau bestimmt weiterhin viele wertvolle Impulse geben.

Wir freuen uns auf die neue Zusammenarbeit mit Dir, Brigitte!

Unsere Beratungsstelle BerTA in Stuttgart ist eingeweiht!

Am 23. Juli haben wir BerTA, die neue Beratungsstelle für Regenbogenfamilien in Stuttgart, eingeweiht. BerTA steht für Beratung, Treffpunkt und Anlaufstelle für Regenbogenfamilien in Stuttgart. Die Beratungsstelle ist ein Ort der Begegnung und Vernetzung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* oder queere (werdende) Eltern bzw. alle, die es werden wollen, und Regenbogenfamilien in Stuttgart. Im September 2020 haben die Sozialpädagog*innen Rebecca Rottler und Mathias Bolter, gemeinsam mit Verwaltungsfachkraft Anja Herre, ihre Arbeit bei BerTA aufgenommen und bieten verschiedene Beratungs-, Informations- und Vernetzungsangebote an.

Einen kleine Nachbericht findet Ihr auf der Website von BerTa.

Zur Erinnerung und für alle, die nicht dabei sein konnten, einige Fotos für Euch:

Fotos: Rebecca Rottler

„Je öffentlichkeitswirksamer Unternehmen mit LSBTTIQ-Diversity agieren, desto höher ist der Einfluss auf die Unternehmenskultur“

Die Akzeptanz von sexueller Identität und selbstbestimmter Geschlechtsidentität ist ein Menschenrecht – auch am Arbeitsplatz.

In diesem Jahr fallen der IDAHOBIT, der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, und der deutsche Diversity-Tag, mit dem Unternehmen ein Zeichen für Vielfalt setzen, fast zusammen. Anlass für uns, das Thema Diskriminierung am Arbeitsplatz zum Schwerpunkt zu machen. Denn wie sonst üblich können wir auch im zweiten Jahr hintereinander Corona-bedingt leider nicht auf die Straße gehen und dort über Diskriminierung und Hasskriminalität informieren. Dafür haben wir bei der Organisation PROUT AT WORK und der LSBTTIQ-Mitarbeitenden-Gruppe von Porsche nachgefragt und Euch ein paar Zahlen zusammengestellt.

Die Akzeptanz von sexueller Identität und selbstbestimmter Geschlechtsidentität ist ein Menschenrecht. Das sehen sowohl unsere Gesetze als auch die internationalen Menschenrechte so vor. Trotzdem findet auch im Jahr 2021 noch Diskriminierung statt. Und Gewalt. Weltweit, auch bei uns in Deutschland. Gesetze bzw. deren Auslegung und Verfolgung der Straftaten sind teils zu lasch – oder es fehlt an wirksamem Diskriminierungsschutz.

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Neuer Koalitionsvertrag: Regenbogenforderungen in wichtigen Punkten erfüllt

Am Mittwoch haben Bündnis 90/Die Grünen und die CDU in Baden-Württemberg ihren neuen Koalitionsvertrag vorgestellt. Der LSVD Baden-Württemberg begrüßt das breite Vorgehen gegen Hasskriminalität und Hate Speech, sieht aber Lücken bei den Themen Bildung und Corona.

Dazu erklärt Kerstin Fritzsche aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg:

“Wir freuen uns, dass die zukünftigen Regierungsparteien sich für die Akzeptanz und Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBTTIQ) in Baden-Württemberg einsetzen wollen. Die zugesagte Fortschreibung des Aktionsplans ‚Für Akzeptanz & gleiche Rechte‘, die Schaffung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes sowie das Versprechen, die im Bildungsplan verankerte Leitperspektive ‚Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt‘ besser umsetzen zu wollen, ist sehr erfreulich. Auch den Willen, sich im Bundesrat sowie auf internationaler Ebene für die Stärkung von Regenbogenfamilien einsetzen zu wollen und das klare Bekenntnis zum besonderen Schutzstatus von LSBTTIQ-Geflüchteten begrüßen wir. Damit sind wesentliche Forderungen unseres Verbandes tatsächlich in den Koalitionsvertrag und damit in die Regierungsvorhaben von Grün-Schwarz mit eingeflossen.“

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