Dokumentation des 2. Regenbogenfamilientag Stuttgart 2015 ist veröffentlicht

Die Dokumentation kann hier heruntergeladen werden: Dokumentation 2. Regenbogenfamilientag im Stuttgarter Rathaus 2015 (PDF)

RFTS_2015_3Auch der zweite Regenbogenfamilientag, den der LSVD Baden-Württemberg mit der Abteilung für Chancengleichheit der Stadt Stuttgart veranstaltet hat, war ein voller Erfolg! Regenbogenfamilien mit vielen Kindern, Fachkräfte und Vertreter_innen aus Politik kamen ins Stuttgarter Rathaus – insgesamt mehr als 120 Personen.

Brigitte Lösch, die Vizepräsidentin des Landtags in Baden-Württemberg sprach engagiert über weitere Forderungen und Wünsche von Regenbogenfamilien.

Constanze Körner vom Regenbogenfamilien-zentrum in Berlin gab Einblicke in ihre alltägliche Arbeit, um Eltern, Kinder und Jugendliche in Regenbogenfamilien zu stärken.

Nach der Mittagspause wurde an Themeninseln im Dialog mit Fachkräften aus der Stadtverwaltung der Frage nachgegangen: was stärkt und was schwächt Regenbogenfamilien? Dabei gab es sehr engagierte Dialoge, die dazu beigetragen haben, die Situation von Regenbogenfamilien mehr kennenzulernen und Positionen klarer werden zu lassen.

Dr. Ursula Matschke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Stuttgart versprach, dass die Stadt Stuttgart einen Methodenkoffer zum Thema Regenbogenfamilien bestellen wird

Abgeschlossen wurde der Tag durch eine Lesung von Stephanie Gerlach aus ihrem aktuell erschienenen Buch: Und was sagen die Kinder dazu? Zehn Jahre später! Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und transgender Eltern.

Auch die Kinder haben den Tag in der Kinderbetreuung oder die Älteren beim Bogenschießen genossen.

Alle waren sich einig: es war eine gute Veranstaltung! Und: der Dialog wird weitergehen.

Quicklinks:

Link zur Stadt Stuttgart „Regenbogenfamilien in Stuttgart“

Dokumentation 1. Regenbogenfamilientag Stuttgart 2014

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Badische Landeskirche wird zukünftig auch gleichgeschlechtliche Paare segnen

(24.04.2016) Anlässlich des gestrigen Entschlusses der Landessynode der Evangelischen Kirche in Baden, nun auch gleichgeschlechtliche Paare trauen zu wollen, erklärt Brigitte Aichele-Frölich, Mitglied des Vorstands des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Baden-Württemberg:

Der LSVD Baden-Württemberg freut sich sehr, dass die Badische Landeskirche zukünftig auch die Liebe von Schwulen und Lesben anerkennen möchte. Darauf haben die Lebenspartner_innen in Baden lange warten müssen. Mit ihrer Entscheidung hat die Synode deutlich gemacht, dass sich Religion und Akzeptanz nicht ausschließen müssen.

In der Badischen Landeskirche gibt es verhältnismäßig viele Gemeinden, die evangelikal  ausgerichtet sind. Sie bewerten gelebte Homosexualität unterschiedslos als Sünde, auch wenn sich die Lebenspartner_innen lebenslang binden und wie Ehegatten für einander einstehen wollen. Schwule und Lesben werden in diesen Gemeinden ausgegrenzt. Daher ist diese Entscheidung ein wichtiges Signal: Wo Menschen auf Dauer Verantwortung füreinander übernehmen, sollen sie die Unterstützung der Kirche erfahren.

Der Beschluss der Synode ist ein wichtiger Schritt zur völligen Akzeptanz und Gleichstellung der Lesben und Schwulen in der Landeskirche. Die Pfarrgemeinden können eine Trauung von Lebenspartnern nicht mehr ablehnen, wohl aber die Pfarrer. Dann muss der Dekan einen anderen Pfarrer mit der Trauung beauftragen.

So verfahren auch die Landeskirchen in Berlin, Brandenburg, Hessen und im Rheinland. In
den anderen Landeskirchen ist bisher nur eine Segnung der Lebenspartner möglich. Die wird in der Praxis zwar oft wie ein Traugottesdienst gestaltet, darf aber offiziell nicht so heißen.

Die EKD hat die Ehe lange Zeit als Verbindung von Mann und Frau definiert. Diese Sicht hat sie spätestens 2013 mit der Orientierungshilfe ihres Rates zum Thema Familie aufgegeben. Aus einer modern-protestantischen Perspektive wird heute nicht mehr nach der äußeren Form einer Partnerschaft, sondern nach den dort gelebten Werten gefragt.

 

Foto: © chw  / pixelio.de

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„Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg: Akzeptanz muss weitergehen“

Zu der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zwischen Bündnis 90 / Die Grünen und CDU in Baden-Württemberg erklärt Brigitte Aichele-Frölich, Mitglied des Vorstands im Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg:

„Während der letzten Landtagsperiode wurde viel für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, transsexuelle, intergeschlechtliche und queere (LSBTTIQ) Menschen erreicht. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg begrüßt das sehr. Die zukünftige Landesregierung muss Diskriminierungen und Anfeindungen weiterhin entschieden entgegengetreten. Dazu muss vor allem der Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ weiterhin engagiert umgesetzt und auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden. (weiter zur Pressemitteilung)

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Geht für Vielfalt wählen!

Vorbild sein mit Akzeptanz und gleichen Rechten

(03. März 2016) Wählen Sie Parteien, die sich für ein offenes und buntes Baden-Württemberg engagieren. Stimmen Sie für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen* Menschen (LSBTTIQ) in allen gesellschaftlichen Bereichen.

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So antworten die Parteien auf unsere Wahlprüfsteine

cropped-2016_Wahlcheck-Flyer-1.jpgZur Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März 2016 luden der IG CSD e.V. und der LSVD Baden-Württemberg e.V. im Dezember 2015 die Parteien zu Antworten zu einer Reihe von Wahlprüfsteinen ein, die wir gemeinsam abgestimmt haben.

Sechs der sieben angefragten Parteien äußerten sich: CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke sowie die Piratenpartei beziehen Position zu den Themen für LSBTTIQ für die kommende Legislaturperiode. Nur die AfD nutzte ihre Chance zur Darstellung ihrer Positionen nicht.

–> Auswertung der Wahlprüfsteine und den einzelnen Statements der Parteien.

–> Zusammenfassender Bericht zum Wahlcheck-Abend am 3.2.2016

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„Vielfalt statt Einfalt“

Anlässlich des bevorstehenden Vortrags „Gender Ideologien gegen christliches Familienbild“ erklärt Brigitte AichP1200577ele-Frölich, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg:

Am 25. Februar 2016 wird im baden-württembergischen Steinenbronn ein Sammelsurium aus besorgniserregenden Bürger_innen und rechtspopulistischen Gruppen ihre Ideologien in Stammtischmanier propagieren.(mehr)

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Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2016

Zur kommenden Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März 2016 haben wir, der ID CSD e.V. und der LSVD Baden-Württemberg e.V., die Parteien wieder um Antwort zu einer Reihe von Wahlprüfsteinen gebeten, die wir gemeinsam abgestimmt haben. Insgesamt stellen wir 16 Fragen aus 11 Bereichen rund um aktuelle LSBTTIQ-Themen wie zum Aktionsplan, LSBTTIQ Flüchtlinge, Regenbogenfamilien. Die Antworten der Parteien erwarten wir mit Spannung Ende Januar 2016 zurück.

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Oberbürgermeister Kuhn muss sich vom Symposium „Gender und Sexualpädagogik“ distanzieren

Pressemitteilung des LSVD Baden-Württemberg

Fundamentalismus und Hass widersprechen – Vielfalt demonstrieren

(13.01.2016) Am 23. Januar wird ein Bündnis aus besorgniserregenden
Eltern, christlich-fundamentalistischen und rechtspopulistischen Gruppierungen das Symposium „Gender und Sexualpädagogik“ in der Stuttgarter Liederhalle, abhalten. Dazu erklärt Brigitte Aichele-Frölich, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg:

Der Lesben- und Schwulenverband Baden-Württemberg (LSVD) fordert den Stuttgarter Oberbürgermeister Kuhn dazu auf, sich von den Inhalten des Symposiums zu distanzieren. Er muss der Abwertung und Ausgrenzung all jener widersprechen, die nicht den dort propagierten evangelikalen und rechtspopulistischen Familienbildern und Geschlechterrollen entsprechen. Weiterlesen

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halt zusammen – Gegen Rassismus und Gewalt am 16.1.2016 in Stuttgart

Unter dem Motto „Wir sind die Vielen, die zusammenhalten gegen Rassismus und Gewalt in unserem Land“ ruft aus Gewerkschaften, Arbeitgebern, den Kirchen im Land, Parteien, Sozial- und Naturschutzverbänden, dem Sport, politischen Stiftungen und der Zivilgesellschaft auf zu einer großen Kundgebung in Stuttgart

am Samstag, 16. Januar 2016, 11.00 bis 13.00 Uhr

auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

haltzusammen

Wir unterstützen dieses Bündnis und freuen uns über Eure Solidarität mit dieser wichtigen Aktion.

Hier gehts zur Pressemitteilung des DBG