Lesbentagung in Bad Boll: „40 Jahre Empowerment – viel geschafft – weiter geht´s!“ vom 12.-14. Dezember

Seit vielen Jahren sind wir Kooperationspartner der Bad Boller Lesbentage und freuen uns daher besonders, die diesjährige Jubiläumstagung anzukündigen: Die traditionelle Tagung für lesbische und queere Frauen jährt sich 2025 zum 40. Mal.

Evangelische Akademie Bad Boll. Foto: Stefan Schillinger
Evangelische Akademie Bad Boll. Foto: Stefan Schillinger

Anlässlich dieses 40. Jubiläums blicken wir auf die Anfänge, die Gegenwart und die Zukunft der Lesbentagung. Mutige lesbische Frauen haben vor 40 Jahren zum ersten Mal in die Evangelische Akademie nach Bad Boll eingeladen. Diese erste Veranstaltung war überschattet von Angst und Sorge. Den Teilnehmerinnen drohten Diskriminierungen und Arbeitsplatzverlust, wenn öffentlich geworden wäre, dass sie Frauen lieben.

Dies hat sich in Deutschland grundlegend geändert. Doch immer noch erleben queere Menschen Kränkungen, Verletzungen und Diskriminierungen innerhalb und außerhalb der Kirche. Mehr noch: Überwunden geglaubte Vorurteile nehmen wieder zu. Autoritäre Machtstrukturen und extremistische Parteien mit homophoben Einstellungen sind im Aufwind. Es gilt, das Erreichte zu verteidigen und sich den antidemokratischen Kräften vereint entgegenzustellen.

Wir gehen auf der Tagung ins Gespräch und fragen: „Hättet Ihr gedacht, dass wir so viel erreichen?“. Gemeinsam werden wir an diesem Adventswochenende auf das Erreichte anstoßen, Solidarität feiern, Achtsamkeit Raum geben, Zukunftsvisionen diskutieren, uns zuhören, besinnlich sein und uns segnen lassen.

Damit stärken wir uns für die Aufgaben, die noch vor uns liegen: Damit das Erreichte nicht verloren geht und Gleichstellung auf der gesellschaftlichen und politischen Tagesordnung bleibt. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme, auf inspirierende Gespräche und auf ein feierliches Jubiläum.

Hier geht es zu Anmeldung und Programm der Jubiläumstagung.

Und wie jedes Jahr bieten die Veranstalter zur Einstimmung auf die Hauptveranstaltung vorher am 11. und 12. Dezember eine „Entspannungstagung“ für lesbische und queere Frauen* an. Anmeldung dazu hier.

Jetzt mitmachen: Wir wollen die Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer in Stuttgart!

Eine Unterschriften- und Mitmachaktion der AG Queere Erinnerungskultur des Weissenburg e.V. und „Der Liebe wegen“ an den Stuttgarter Gemeinderat zusammen mit uns und dem IG CSD Stuttgart e.V.. Jetzt mitmachen und Petition unterschreiben!

Wir fordern die Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer, der als Initiator der Frankfurter Auschwitz-Prozesse für die Aufklärung über die Verbrechen des Faschismus unter Hitler Herausragendes geleistet hat. Mit unserer Aktion wollen wir Fritz Bauer auch als Vorkämpfer gegen das §175-Unrecht würdigen.

Ihr könnt die Petition auch hier online unterschreiben! Am 23. Januar 2026 beim Neujahrsempfang des IG CSD Stuttgart e.V. wollen wir sie an eine:n Vertreter:in des Stuttgarter Gemeinderats übergeben.


Bitte gerne Aktion und Petition teilen, weiterleiten und in neuen Kreisen bekannt machen. Vielen Dank für die Unterstützung!

LSVD+ BW begrüßt neuen Aktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“ der Landesregierung

Grafik: Sozialministerium BW
Grafik: Sozialministerium BW

Am 20. Mai 2025 hat die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg die Neufassung des landesweiten Aktionsplans „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“ verabschiedet. Der LSVD+ BW begrüßt die darin enthaltenen Maßnahmen. Wir mahnen aber, angesichts des anhaltenden Rechtsrucks und erodierender Sozialausgaben auch politisch alles dafür zu tun, nicht wieder hinter die schwer erkämpften Strukturen zurückzufallen.

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Euer Fahrplan für die CSD-Saison 2025 in Baden-Württemberg

Sommer, Sonne, Protest! Es ist wieder so weit: Die CSD-Saison startet. „Nie wieder still“ ist das Motto des CSD Deutschland, dem auch wir uns als LSVD+ BW angeschlossen haben. Unter dem Motto „Nie wieder still“ finden auch die meisten Pride-Demonstrationen in BW statt. Eine Übersicht:

CSD Karlsruhe 2023 Foto: Kerstin Rudat
CSD Karlsruhe 2023 Foto: Kerstin Rudat

31.5.: Dorfpride in Zeutern

1.6.: Friedrichshafen

7.6.: Karlsruhe, Tübingen

14.6.: Ravensburg, Reutlingen, Heidelberg, Pforzheim, Bad Mergentheim

21.6.: Ulm/Neu-Ulm, Freiburg, Esslingen, Herrenberg

28.6.: Offenburg, Critical Pride Stuttgart

5.7.: Schwäbisch Hall, Nürtingen, Heilbronn

12.7.: Mannheim, Überlingen

20.7.: Konstanz

26.7.: Stuttgart

6.9.: trans Pride Stuttgart

Das war der IDAHOBITA 2025: „The Power of Communities“

Am 17. Mai, dem Internationalen Protesttag gegen Queerfeindlichkeit, haben verschiedene Organisationen der queeren Communities Stuttgarts und ihre Unterstützer*innen gemeinsam gegen die zunehmende Gewalt und Hetze gegen queere Menschen und den Rechtsruck von Politik und Gesellschaft ein Zeichen gesetzt – hier in Deutschland und weltweit unter dem diesjährigen Motto „The Power of Communities“. Es gab auf dem Stuttgarter Schlossplatz die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit den queeren Organisationen, Reden, Musik, Drag Show und eine Gedenkaktion.

Musik lieferte Ela Querfeld, wunderbare Auftritte gab es von den Drag-Artists SirDan Manhattan, Holey Father und Ariana Gandhi. Durch den Tag führte Niyat Haile von Black Owned Business Stuttgart. Die Gedenkaktion fand symbolträchtig um 17.50 Uhr statt. Am 17.5.1990 wurde Homosexualität aus dem Krankheitskatalog der WHO gestrichen. Gleichzeitig bezieht sich das Datum auf den §175, der die jahrzehntelange staatliche Verfolgung insbesondere von schwulen und bisexuellen Männern ermöglichte.

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